315 Millionen Gläser Wasser


Themenpate: @zmahlzeit

Die Leipziger Wasserversorgungsanlage Probstheida wird 150 Jahre alt und liefert täglich Wasser für 315 Millionen Gläser

https://www.l.de/gruppe/presse/pressemitteilungen/pressemeldung/5,1,YToyOntzOjc6ImNvbW1hbmQiO3M6MTA6InNob3dEZXRhaWwiO3M6NjoiZW50aXR5IjtzOjE6IjgiO30%3D

Bild: By Aisano – Self-photographed, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44867590

 

# 315  Millionen Gläser Wasser

Die heutige Anerzählt Episode präsentiert Ihnen Martin, auf Twitter auch als @zmahlzeit bekannt und die Leipziger Wasserversorgungsanlage Probstheida – eine Perle der Natur.

Okay, okay, falscher Alarm. Falscher Alarm. Der Anerzählt ist immer noch werbefrei, aber dem Martin möchte ich trotzdem danken, dass er wieder mal Themenpate ist. Und das Thema ist ein Wasserversorgungsturm. Der Wasserturm Probstheida in Leipzig, der seit 1907 in Betrieb ist und damit seit 150 Jahren. Damit ist er der Älteste der Leipziger Wassertürme und immer noch in Gebrauch.

1500 Kubikmeter Trinkwasser fasst der Behälter und liefert damit den Themenanker zur heutigen Sendung. Das sind nämlich 315 Millionen Gläser Wasser täglich.

Besagter Turm jedenfalls sieht auch ganz schmuck aus, denn er steht vis a vis vor dem Völkerschlachtdenkmal und da war es den damaligen Bauherren wichtig, dass er auch entsprechend repräsentativ aussieht: Rote Ziegel, glasierte Dachsteine, vier Ecktürme – ist ein ganz schmuckes Bauwerk geworden. Stadtwappen über dem Torbogen und zwei steinerne Fische.

Tja und innen waren dann kunstvolle Wandgemälde mit Wassermotiven. Ich sage mit Absicht “waren”, also Vergangenheitsform, weil 1948 hat dieses Ding einen verheerenden Brand erlebt, dabei sein prächtiges Dach verloren, das dann durch ein flaches Dach ersetzt wurde und leider auch die meisten dieser Wandgemälde.

Mit seinen 53 Metern ist das trotzdem immer noch ein imposantes Bauwerk. Im ausgehenden 19. Jahrhundert war der Turm hoch genug gelegen, um die ganze Stadt mit ausreichend Wasserdruck zu versorgen. Denn er steht auf einem Hügel, der etwa 21 Meter oberhalb des Levels des Leipziger Marktplatzes liegt. Und damit gab es eben genügend Druck.

Heute muss dieser Turm auch nicht mehr das ganze Stadtgebiet versorgen. Zwei Drittel der gesamten Wasserversorgung an die Haushalte kommt aus der Wasserversorgungsanlage Probstheida. Und die 315 Millionen Gläser, von denen ich sprach, damit man sich das etwas besser vorstellen kann: Das wären in etwa 100 randvolle 25 Meter lange Schwimmbecken. Schon cool irgendwie!

Und hin und wieder kann man sich den Turm auch mal anschauen. Die Wasserwerke in Leipzig machen nämlich von Zeit zu Zeit einen Tag der offenen Tür, zuletzt am 11. September 2016 von 11 bis 17 Uhr und ich bin mir sicher, da finden sich auch noch in Zukunft weitere Gelegenheiten, diesen Turm einmal zu begehen.

Bis bald.

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