323 tote Rentiere


Blitze sind gefährlich und wenn sie einschlagen ist ein ganzes Areal betroffen. Im August 2016 kostete das 323 Rentieren auf einmal das Leben…

www.nytimes.com/2016/08/31/science/lightning-strike-dead-reindeer.html

 

#323 tote Rentiere

Der Twitter-Nutzer Snakebite53 ist heutiger Themenpate und er schlug ein eher bizarres Thema und auch irgendwo schon wieder mal so ein Rekord-Ding vor. Es geht um einen Vorfall, der im August 2016 stattfand. Da fand man nämlich auf einem verhältnismäßig kleinen Areal in Norwegen 323 tote Rentiere. Die hatten alle wohl eine Art Herzanfall und der wahrscheinlichste Grund dafür war Blitzschlag. Wenn Blitz in den Boden einschlägt, schlägt nämlich nicht nur an einem Punkt ein, sondern er betrifft ein ganzes Areal. Wir sehen zwar immer nur diesen einen Blitzstrahl, der einen Punkt zu treffen scheint, aber das gesamte Areal ist dann auch unter Spannung. Von der Einschlagstelle aus, nimmt diese Spannung dann ab, je weiter man von dieser Einschlagstelle wegkommt.  

Jetzt gibt es ein Problem: Wenn man da als Tier herum steht mit vier Füßen, die auf dem Boden stehen und relativ weit auseinander liegen, dann ist es vermutlich so, dass zwischen der Position der Hinterläufe und der Position der Vorderläufe ein Spannungsunterschied entsteht. Und dieser Spannungsunterschied sorgt dafür, dass Strom fließt. Und wenn von den Hinterläufen zu den Vorderläufen Strom fließt, dann durchquert dieser Strom natürlich auch das Herz. Das heißt, diese 323 Rentiere sind wahrscheinlich auf einen Schlag mit Herzstillstand umgefallen.

Dasselbe kann natürlich auch Menschen passieren. Allerdings eben nicht so leicht, wegen den Vorder- und den Hinterläufen eben. Ich habe auch mal beigebracht bekommen, dass sollte ich jemals im Freien sein und in der Nähe irgendwo ein Blitz einschlagen und sollte ich weiterhin immer noch stehen – das heißt er ist nicht direkt bei mir eingeschlagen – dann wäre es eben eine gute Idee, sich nicht mit großen Schritten von dieser Stelle zu entfernen, sondern springend, sodass man immer mit beiden Beinen wieder auf dem Boden landet. Keine Ahnung, ob das wirklich so ist – ich stelle mir vor, der schlimmste Fall wäre dann wahrscheinlich, wenn ich stolpere und mich dann mit meinen Händen abfangen muss und dann genauso wie eines dieser Rentiere mit vier Läufen am Boden stehe.

Jedenfalls ist es so: Auch wenn diese 323 Rentiertodesfälle bizarr anmuten, ist das nicht der einzige Vorfall dieser Art. So gab es zum Beispiel einmal 68 tote Rinder und dieser Rekord hat es sogar in das Guinness Buch der Rekorde geschafft. Das ist aber auch nicht die erste Herde dieser Art. Zum Beispiel gab es schonmal 53 tote Schweine oder 143 tote Ziegen, genauso wie mal in Schottland 16 Bullen oder 1 Giraffe in Disney World, wobei die wahrscheinlich einfach nur den Kopf zu hoch hatte. Ich nehme an, da ist der Blitz dann direkt eingeschlagen.

Auch ein Rekord, wobei ich jetzt nicht weiß, ob das denn im Guinness Buch der Rekorde verzeichnet ist, war dann eine Herde bestehend aus 654 Schafen in Utah, die von zwei Blitzschlägen getötet worden sind. Halten wir fest: Gewitter kann ja mal ganz nett sein. Ich schaue mir das zum Beispiel auch ganz gerne an, aber der beste Platz sich aufzuhalten, wenn es blitzt und donnert ist immer noch im Haus und nicht auf dem weiten Feld.  

Bis bald.

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