441 Siteswap


Themenpate: @zmahlzeit, @nd_253

Jongliermuster kann man mit einem Notensystem beschreiben, das siteswap genannt wird. Der Trick 441 zeigt das ganz gut.

  • https://de.wikipedia.org/wiki/441_(Jongliertrick)
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Siteswap

Bild: By Axel Jacobs (Photographer) – WebHDR (http://luminance.londonmet.ac.uk/webhdr/gallery/juggling_balls_ldr.jpg), CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6028119

 

 

#441 – Siteswap

Mir schwirrt der Kopf. Ich habe jetzt eine ganze Weile damit verbracht, zu versuchen zu verstehen, wie zur Hölle man die Siteswapnotation liest. Wovon redet der Anerzählt da wieder? Naja von Zahlen, ganz klar. In diesem Fall von der 441 und einen Themenpaten habe wir auch, diesemal gleich zwei, nämlich den @zmahlzeit und @nd253. Aber eins nach dem anderen.

Ich dachte zunächst, es würde jetzt ganz einfach und ist schnell vorbei, weil @nd253 und @zmahlzeit haben beide vorgeschlagen, über einen Jongliertrick namens 441 zu sprechen. Jetzt ist es hier ein Podcast. Da ist es schwer vorzumachen, was man bei diesem Jongliertrick macht. Ich dachte zunächst einmal die Zahl ist nichts anderes als ein Name und wenn man schon so einen Jongliertrick schwer beschreiben kann in einem Podcast und einen seltsamen kryptischen Namen hat, wollte ich schon zum nächsten Thema übergehen. Ich habe dann nur einmal ganz kurz geguckt, woher dieser Name eigentlich kommt. Es stellt sich heraus, es gibt eine Art Notensystem für Jongleure mit denen man die Abläufe aufschreiben kann.

Dieses Notensystem besteht aus Zahlen. 441 heißt deswegen 441, weil eine ganz bestimmte Folge gemacht werden muss, um diesen Jongliertrick durchzuführen. Ich will jetzt nicht lügen, so ganz verstanden habe ich es nicht. Der Link zum Jongliertrick 441 zeigt eine Animation, was für ein Wurf da eigentlich gemacht wird. Im Spiel sind dabei drei Bälle, man wirft immer einen Ball hoch, fängt den auch in der selben Hand mit der man geworfen hat, wechselt den dann zur anderen Hand und wirft ihn mit dieser anderen Hand auch in die Höhe. Weil drei Bälle dabei betroffen sind, muss es in der Zwischenzeit immer einer in der Luft sein, während man ebend wechselt. Das hätte ich jetzt aus der 441 so nicht rausgelesen, aber der Kenner hätte es sofort gewusst.

Diese Notation, Siteswap eben genannt, die hat ein paar Sonderzahlen und danach ergibt sich sozusagen die Zahl, aus der Anzahl der Bälle, die man irgendwo versucht in der Luft zu halten. Die 0 beispielsweise heißt: Kein Wurf. Also man setzt sozusagen einmal aus. Die 1 heißt: Was immer jongliert wird, wechselt einfach nur die Hand, das heißt, bei der 441 steht die 1 dafür, dass der Ball oder die Keule oder was immer wir auch jonglieren, einfach nur von einer Hand in die andere Hand gewechselt wird. Die Zahl 2 fordert auf, einfach einen Satz lang zu halten. Wir haben einen Takt, also wir werfen in regelmäßigem Rhythmus und wenn die 2 auftaucht, muss man kurz einmal festhalten. Ab der 3 sprechen wir von richtigen Würfen, wobei die ungeraden Zahlen immer Würfe sind, bei der auch die Hand gewechselt wird und die geraden Zahlen Würfe sind, die in der selben Hand enden. Wir wissen also bei der 441, dass wir zwei Würfe haben, in denen jeweils dieselbe Hand die geworfe Hand auch wieder fängt und die 1 verrät uns, dass es einen Handwechsel gibt.

In meiner beruflichen Laufbahn wurde schon dreimal versucht, mir die Grundlagen des Jonglierens beizubringen. Das waren dann irgendwelche Teambuilding-Events. Ich war immer der Trottel in der Gruppe. Jeder, buchstäblich jeder, kann irgendwann mit drei Bällen so einigermaßen leidlich Grundübungen machen. Ich, ich bin schon froh, wenn ich einen Ball in die Höhe werfe und ihn wieder mit derselben Hand auffangen kann. Bewegungslegastheniker halt. Wenn ich mir diese Notation so anschaue, dann wäre mir das ehe zu kompliziert, da programmiere ich doch lieber ein bisschen.

Bis bald.

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