459 – I love you!


Themenpate: JeLuf

Zahlen auf Telefonen tragen oft auch Buchstaben und die Zahlen 459 kann man deswegen auch zum Tippen von ILY verwenden. Ist doch logisch, dass man da gleich an eine Liebeserklärung denkt, oder?

Bild: CC0, Pixabay, https://pixabay.com/en/love-i-love-you-heart-romantic-278579/

 

 

#459 – I love you!

Das Thema heute gab es irgendwie schon einmal, nämlich mit Folge 381. Da sprach ich davon, wie manchmal Buchstabenabkürzungen auf Zahlen gemappt werden. Im Falle der 381 war die Logik die, dass 381 für “three words, eight letters, one meaning, I love you” steht. Ganz ähnlich, da hat Hörer @JeLuf natürlich recht, ist es auch mit der 459. Wenn man die auf der Handytastatur sich anschaut, dann kann man mit der 459 ILY = I love You versenden. Haaaaaa, gibt es was romantischeres als ein “Ich liebe Dich” per Zahlencode geschickt zu bekommen? Mhhhh, naja, jedenfalls ist so eine Nachricht auch irgendwie ein Liebesbrief, so dachte ich es mir und dann habe ich mir die Frage gestellt, was sind eigentlich die ältesten Liebesbriefe die wir so kennen?

Da stellte sich raus, dass die allermeisten Sammlungen, irgendwo im 19. Jahrhundert beginnen. Der älteste Liebesbrief Münchens wurde zum Beispiel mal gesucht und der war ungefähr 200 Jahre alt.

Es gibt natürlich auch Forschungen dazu und das fand ich ganz großartig. An der Universität Koblenz Landau forscht nämlich Prof. Dr. Eva Wyss systematisch an Liebesbriefen. Da kann man Liebesbriefe spenden, wenn Du also daheim eine Box mit alten Liebesbriefen hast oder in Versuchung bist, Deine eigene Liebesgeschichte los zu werden, dann spende sie doch der Wissenschaft. Frau Wyss, die praktisch Tag ein Tag aus Liebesbriefe Digitalisiert und untersucht, die hat auf ihrer Website so einiges Wissenswertes rund um das Thema zusammengefasst und deren ältestes Exemplar ist von 1834. Irgendwie auch jünger, als ich so vermutet hätte.

Aus Frankfurt ist dann immerhin ein 419 Jahre alter Liebesbrief überliefert – das ist ja schon mal was. Das älteste in Deutschland erhaltene Liebesdokument ist der sogenannte “Regensburger Liebesbrief” den man in der münchener Staatsbibliothek bewundern kann. Der wurde auf Pergament geschrieben und stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Seit wir Menschen schreiben können, schreiben wir eben auch unsere Gefühle nieder und diese Gefühle, die werden dann zu Liebesbriefen. Irgendwie schade, dass das heute dann oft per Whatsapp und per Zahlencode im Internet passiert, denn die kann man nicht so schön aufheben, analysieren und für die Nachwelt aufbereiten.

Bis bald.

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