76 – Der Anerzähler


Wer ist der Anerzähler, woher kommt er, was macht er und vor allem – warum eigentlich?
Heute werde ich mal ausnahmsweise mit mir beschäftigen 🙂

Die Idee kam von PodSpot (dank Euch, Leute!)

Mehr Infos gibt es auf Dirk’s offizieller Webseite, Dirk’s textlastigem Blog, seinem anderen Podcast oder auch auf Podcorn… Viel Spaß!

Nele Heise pflegt diese tolle Liste von Podcasts mit weiblicher Beteiligung
Der Explikator ist derzeit das Beste was es in der Deutschen Podcastlandschaft an kompakten täglichen Sendungen gibt, zumindest meiner Meinung nach…

 

#076 – Der Anerzähler

Es war zu Folge 34, also 42 Episoden her, dass ich in einem anderen Podcast, dem Podspot, besprochen wurde. Das klang dann ungefähr so:

Hart, aber schon 34 Episoden – was?! Es kommt nahezu täglich eine neue Episode raus. Eine Episode dauert ungefähr 5 Minuten.

Ja, ganz kurz: Wir hatten eben über Langeweile gesprochen. Das ist ein weiterer Kandidat (Lachen)

Ich kann euch beruhigen, Jungs: Langweilig ist mir nicht. Aber: Ein bisschen überaktiv könnte ich manchmal sein. Das kann man mir vielleicht hin und wieder mal vorwerfen.

Und wird gemacht von dem Dirk. Verrückt. Ich hatte jetzt gehofft, dass es eine Frau ist. Aber extrem wenig Frauen, die Podcasts machen, oder?

Tja sorry, tut mir leid, mann, menno… aber immerhin ein verheirateter Mann. Und das mit den “Es gibt so extrem wenig Frauen, die Podcasts machen”, das stimmt nur bedingt. Es gibt einige und Nele Heise, eine Frau, die sich sehr viel mit Podcasts beschäftigt, hat das mal untersucht und hat eine Liste angefangen. Und diese Liste ist nicht vollständig, enthält aber mindestens mal 180 Podcasts, die von Frauen produziert werden. Link wie immer in den Episodennotizen.

Aber zurück: Ich – Mann, habe aber immerhin ein paar Frauen in meinem Leben und die hören zumindest gerne Podcasts. Ab hier ging dann jedenfalls das Gerät los, weil ich habe ja nie eine Nullnummer gemacht.

Und welche Motivation er hat oder so, hat er das mal irgendwie bei Episode 0 oder…

Es gibt keine Episode 0, es ging einfach los. Ich habe gerade herausgefunden, dass er bei Google und Microsoft arbeitet, aber sonst erzählt er recht wenig über sich selbst. Hauptsächlich halt seine Themen.

Ja, das ist auch schwierig in 5 Minuten.

Ja, das stimmt schon. Irgendwie, so richtig dicke viel über mich und meine Motivation habe ich bisher in diesem Podcast noch nicht verraten. Ich glaube zwar trotzdem, dass wenn man meinen Podcast hört, kriegt man verdammt viel raus darüber, wie ich so ticke und wer ich so bin. Aber so richtig vorgestellt habe ich mich noch nicht. Und da kam dann ein ziemlich cooler Vorschlag, wie ich finde.

Es sei denn, er macht, wenn er mal bei einer Episode ist, sagen wir mal er ist geboren ‘69.

Naja, ‘76.

Und wenn er dann bei Folge 69 ist, macht er vielleicht mal eine Episode über sich.

Okay, ja! Toller Vorschlag, richtig cool! Mache ich. Deswegen. Folge ‘76. Heute. Diese hier.

Das wird also hier jetzt so eine Art nachgereichte Nullnummer oder falls Du jetzt nicht ganz mit dem Podcaster-Slang bewandert bist: Die Episode in der ich erkläre wer ich bin und was ich hier eigentlich treibe. Und da fing jetzt das Problem an. Ich habe mich gefragt, ob ich mir jemanden suche, der mich interviewen könnte oder ob ich einen Monolog darüber halte, wer ich bin und was ich so treibe und das ist gar nicht so trivial. Was nimmt man rein, was lässt man weg? Was beschreibt mich jetzt nun wirklich? Und was interessiert Dich denn dann überhaupt von mir?

Ich werde es aber kompakt halten. Wenn es spezielle Sachen gibt, Ping mich doch auf Twitter. Ich bin da ganz auskunftsfreudig. Also:

Ich wohne in Frankfurt. Da wohne ich aber nicht schon ewig, sondern bin im Juni zugezogen. Ich bin Familienvater, ich bin technikverliebt. Jawoll, ich arbeite bei Google, ich habe davor bei Microsoft gearbeitet, immer in technischen Rollen oder in Rollen, in denen ich mit Programmierern zu tun hatte. Developer Relations – so heißt das bei Google – kümmert sich eben darum, mit den Entwicklern Kontakt zu halten. Von denen gibt es ungefähr 10 Mio. in Europa und diese 10 Mio. bauen die coolsten Technologien, die man sich so denken kann. Sachen, die in den nächsten Jahren unser aller Leben verändern werden. Cooler Kram, für mich goldrichtig. Ich bin immer gerne da, wo mit Technologien die neuen Sachen passieren.

Ich bin dann irgendwann mal von Technologie zu anderen Themen gekommen. Ich habe angefangen Fernstudien zu machen. Im Moment gerade studiere ich Psychologie und ich betreibe schon seit ewigen Zeiten Blogs. Und seit ungefähr zwei Jahren podcaste ich. Ich habe eben schon mal ein Projekt gehabt, das hieß “Das Ferngespräch” und da habe ich einen Bekannten bei seiner Weltreise begleitet. Das war ein tolles Projekt und hat viel Spaß gemacht. Das ist auch immer noch live. Das kann man immer noch anhören und ich habe manchmal so diese Versuchung, es noch mal neu aufzulegen mit einem anderen Weltreisenden. Mal gucken, was ich wiederholen würde und was ich vielleicht auch anders machen würde.

Podcasting ist außerdem meiner Meinung nach das unterschätzte Medium. Wir hinken ein bisschen der Entwicklung hinterher. Wenn man sich anguckt, was mit Foto, Video und Text passiert, ist Audio ein klein bisschen stiefmütterlich. Die Leute denken sich wahrscheinlich Hey, wir haben Spotify und wir haben Radio, reicht doch! und da ist noch viel Musik drin. Ich glaube, da wird sich in den nächsten Jahren wahnsinnig viel verändern. Und das möchte ich gerne fördern. Ich glaube, es ist zum Beispiel wichtig, genügend Einstiegsdrogen zu haben. Und Einstiegsdrogen für Leute, die nicht Nerds sind, die nicht schon in der Podcasterszene unterwegs sind, die nicht schon wissen, wie das alles funktioniert, sind hochwertig produzierte, interessante, kompakte, Appetit auf mehr machende kleine Formate.

Und da gibt es einen Podcast, da wäre ich unglaublich gerne so gut, wie der – und das ist der Explikator. Wenn Du den noch nie gehört hast und mein Format cool findest, dann jetzt Pause drücken und auf explikator.de gehen. Hör mal rein und Du weißt, was ich meine. Das ist Podcasting als Einstiegsdroge, wie ich es mir vorstelle. Von da aus kann man dann in alle anderen Bereiche verfächern. Unsere kleine süße Podcast-Nische ist wunderschön, weil es eben Raum für alles gibt. Und da möchte ich eben meinen Beitrag leisten.

Außerdem – deswegen ist der Anerzähler auch so, wie er ist – möchte ich gerne besser werden. Und das ist wie mit Sport. Besser wird man nicht, wenn man einmal im Jahr irgendwo gegen einen Kumpel Tennis spielt. Besser wird man, wenn man regelmäßig Sport macht – möglichst oft, möglichst abwechslungsreich; sich auch mal an neuen Dingen versucht, andere Reize setzt, wie der Sportlehrer sagen würde. Und genau das gibt mir der Anerzählt-Podcast als Möglichkeit. Ich kann, da ich alleine podcaste, frei bestimmen, wann ich das mache. Ich bin von niemandem abhängig. Da ich kurz podcaste, dafür aber täglich, mache ich das dauernd – also, schnellere Lernzyklen. Ich bekomme viel Feedback von euch, was mir direkt weiter hilft und habe all diese Dinge in das Format einmassiert.

Überhaupt euer Feedback, ich will mal sagen: Die Podcaster-Community ist die coolste Community, die man in sozialen Netzwerken finden kann. Es gibt einfach keine Trolls oder kaum. Und es gibt niemanden, der einen einfach mal beschimpft, obwohl man sich Mühe gegeben hat. Es ist konstruktiv, es ist freundlich, es macht einen enormen Spaß und ihr seid die Droge, die mich wahrscheinlich bis zum Sanktnimmerleinstag podcasten lässt.

Mein neuestes Experiment rund um den Anerzählt-Podcast ist ein Synthesizer. Ich bin kein Musiker, aber ich fand Synthesizer schon immer faszinierend. Deswegen habe ich mir jetzt einen gekauft. Und ich habe mir jemanden gesucht, der mir beibringen wird, wie man damit so richtig umgeht. Und die ersten selbstgebauten Geräusche und Untermalungen gab es auch schon. Und nach und nach möchte ich damit mehr Richtung Geschichten erzählen gehen und vielleicht auch mehr Richtung statt Musik mit einzelnen kleinen Soundschnippseln zu untermalen. Das macht viel Freude und es wird den Podcast noch mal ein ganzes Stück weiter nach vorne bringen.

Tja, so. Das waren jetzt so ein paar Dinge, warum ich das mache; warum ich es so mache, wie ich es mache; wie ich auf die Idee gekommen bin und wer dieser Dirk eigentlich ist. Ansonsten: Ich bin ganz gut zugänglich. Wenn Du also mal in Frankfurt bist, dann rühr Dich doch. Vielleicht kriegen wir was hin. Und demnächst, also jetzt war ich es noch nicht, aber wenn Du das hier zu hören bekommst war ich beim Podcaster Treffen in der Frankfurt Rhein Main Gegend. Da freue ich mich auch schon riesig drauf. Zumal ein paar Gesichter an Namen hängen oder Gesichter an Stimmen eigentlich mehr. So und jetzt ist auch wieder gut. Morgen gibt es wieder eine ganz reguläre Episode und ich freue mich schon auf die nächsten 76 Episoden. Mal gucken, was ich dann mache.

Bis bald.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: