Der 30. Februar


Der Februar hat manchmal einen 28., manchmal einen 29. Aber einen 30.?

https://de.wikipedia.org/wiki/30._Februar

http://www.handelsblatt.com/archiv/zahlensalat-wann-und-warum-es-einmal-einen-30-februar-gab/3375782.html

Bild: By Anton-kurt – Own work, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3631345

 

#302 – Der 30. Februar

Kalenderumstellungen müssen ein Alptraum sein und es ist ein Alptraum, dem sich unsere Urahnen schon mal gestellt haben. Als nämlich der heute noch gebräuchliche Gregorianische Kalender eingerichtet wurde, der sich nach der Zeit richtete, die die Erde benötigte, um ein Mal um die Sonne zu kreisen. Das ist in etwa 365,25 Tage. 365,25 Tage – da rechnet man mal geschwind nach und da kommen wir doch auf ein kleines interessantes Faktum: Dass nämlich jedes vierte Jahr ein zusätzlicher Tag abgelaufen war. Wir verpassen also hin und wieder mal Vierteltage, jedes Jahr einen.

Und den gilt es dann, wieder zurückzuholen. Und deswegen, so die ganz einfache Regel, haben wir alle vier Jahre ein Schaltjahr. Es gibt also einen zusätzlichen Tag. Und den hat man im Februar untergebracht. Alle vier Jahre hat also der Februar keine 28 Tage, sondern 29 Tage. Außer: Wir haben eine Jahreszahl, die sich durch 100 teilen lässt. Dann gibt es nämlich eine Ausnahme von der Ausnahme – eben kein Schaltjahr. Außer: Es ist eine durch 400 teilbare Jahreszahl. Dann gibt es eine Ausnahme von der Ausnahme von der Ausnahme und eben doch ein Schaltjahr. Verwirrend?

Lass es uns gerade mal kurz ausprobieren: Alle vier Jahre Schaltjahr – das ist zunächst mal einfach. Also, das Jahr 2004 ist ein Schaltjahr, genauso wie das Jahr 2008 oder das Jahr 2012 usw. 2100 hingegen ist die Ausnahme von der Ausnahme. Wir haben nämlich eine Jahreszahl, die durch 100, aber nicht durch 400 teilbar ist. Es gibt also kein Schaltjahr. Anders war das aber im Jahr 2000. Das wäre ein Schaltjahr, weil durch vier teilbar. Es war aber dann eventuell kein Schaltjahr, weil außerdem durch 100 teilbar. Zum Glück, ist es aber auch ein Jahr – das Jahr 2000 – das durch 400 teilbar ist und damit ist es eben doch ein Schaltjahr. Logisch, oder?

In jedem Fall reden wir im Schaltjahr davon, dass es einen 29. Februar gibt und in einem regulären Jahr gibt es einen 28. Februar. Es gab aber ein Jahr in der Geschichte des gregorianischen Kalenders, in dem es in einem Land auch einen 30. Februar gab. Und das ist auch der Themenanker für die heutige Sendung 30.2, der 30. Februar.

Das Land, um das es geht, ist Schweden. Dort gab es nämlich im Jahr 1712 Zoff. Die politischen Machthaber stritten sich und zwar ganz besonders um die korrekte Einführung des greogorianischen Kalender und die haben sie dann auch prompt falsch gemacht. Und weil das so passiert ist und weil man sich so schön darum gestritten hat, gab es eigentlich nur noch einen Ausweg, nämlich einen zusätzlichen Schaltjahrestag zu machen. Deswegen hatte das Jahr 1712 gleich zwei Schalttage. Ja, und der 28. Februar plus 2 Schalttage, da gab es dann eben auch einen 30.2.

Was bin ich froh, dass die inzwischen aufgeholt haben und wir alle gemeinsam im selben Datum rechnen. Das hätte ja doch ein bisschen komplizierter werden können.

Bis bald.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: