DREIZEHN – Unglückszahl wider willen


Die dreizehn bringt Unglück, so weiß es der Volksmund. Damit ist sie auch in guter Gesellschaft. Angst kann man schließlich vor allen möglichen Zahlen bekommen.

 

#013 – DREIZEHN – Unglückszahl wider willen

Was meinst Du? – Ist die 13 der Folge nun eine Glücks- oder eine Unglücksfolge? Hm.

Ich habe ja im Vorfeld auf diese Episode so einiges recherchiert und ich wollte eigentlich das Thema 13 als Unglückszahl vermeiden und habe mir deswegen angeschaut, was für Alternativthemen mir denn so gefallen könnten. Ich habe “13 Days” gefunden, als Spitzname für die Kubakrise. Kennt jeder Amerikaner anscheinend. Es gibt eine unglaubliche Menge von Filmtiteln und Musikstücken, die alle mit der 13 anfangen. Es gibt natürlich auch eine Menge interessanter Begebenheiten, die an irgendeinem 13. stattgefunden haben. Aber irgendwie waren die alle gleichmäßig ähhhhh.

Und damit sind wir jetzt wieder bei der 13 als Unglückszahl oder als Glückszahl. Übrigens: Wenn man sich versucht schlau zu machen, warum denn nun die 13 so besetzt ist, dann findet sich eine Erklärung aus – wie soll es anders sein – der Bibel. Da geht es nämlich um das letzte Abendmahl. Da sollen ja insgesamt 13 Personen teilgenommen haben. Der 13. war Judas, der Jesus kurz darauf verriet. Und das mag eine der Grundlagen sein, auf deren Basis wir die 13 seither als Unglück wahrnehmen.

Eine andere Theorie bezieht sich auf den Mond- und Sonnenkalender. Er müsste 13 Monate haben. Und mit der Einführung des 12-monatigen Kalenders versuchte man nun die Menschen von dem Mondkalender abzubringen und hat deswegen die 13 zur Unglückszahl erklärt. Hier möchte ich mal einen Stab für die 13 brechen. Es ist einfach nicht wahr!

Fragt man nämlich Versicherer, dann werden die einem antworten, dass speziell am Freitag, den 13. und ganz allgemein am 13. weniger Unfälle passieren als an anderen Tagen. Statistisch relevant und nachweisbar. Die Begründung davon kann jetzt alles mögliche sein. Entweder, wir sind eben doch irgendwo ganz schöne Angsthasen und gehen am 13. nicht mehr so bereitwillig vor die Tür oder fahren extra vorsichtig Auto oder fahren vielleicht gar nicht Auto, wählen andere Wege. Das mag ja sein. Oder die 13 ist vielleicht dann eben doch eine Glückszahl.

Ein paar Völker auf dieser Welt haben die positiven Eigenschaften der 13 auch schon erkannt. Zum Beispiel ist es so, dass die 13 bei den Japanern als Glückszahl gibt. Auch die alten Germanen, das waren die, die eben diesen 13-monatigen Kalender gepflegt haben unter anderem, da war die 13 eine Glückszahl. Nicht nur, weil der 13. Monat eben auch Anlass zur Freude war, sondern auch basierend auf einer Sage. Und zwar sei es so gewesen, dass vor Urzeiten zwölf Männer, weise Männer natürlich, auf See gefahren seien, um dort das Lexfrisionum – also eine Gesetzessammlung – für die Friesen zu verfassen. Klar, macht man so. Also, ich fahre auch immer, wenn ich irgendwas wichtiges schreibe, zur See.

Und als die dann dort in Seenot zu geraten drohten, tauchte aus dem Nichts ein 13. Mann auf, hat sie gerettet, indem er das Steuer übernahm und ihnen anschließend den besagten Text diktierte, bevor er wieder verschwand. Die hatten also nun ihr Gesetz, waren gerettet worden und seither gilt der Sage nach die Zahl 13 als eine Glückszahl.

In der jüdischen Tradition ist die 13 übrigens auch eine Glückszahl und sogar ein Symbol Gottes. Speziell drollig finde ich übrigens auch, was Wikipedia auflistet, nämlich, dass am Dienstag, den 13. nach der Schöpfungsgeschichte Gott zweimal sich das Gelingen seines Werkes angesehen haben soll. Und deswegen die 13 eine Glückszahl ist.

Ich verstehe jetzt nicht genau, warum da die 13 die Glückszahl wurde und nicht der Dienstag ein Glückstag, aber hey… in jedem Fall ist die 13 besser als ihr Ruf.

Und übrigens hat die auch mal Urlaub verdient. Und deswegen kann die auch mal den Job des Unglücksbringers an ihre Kollegen abtreten. Ihre Kollegen? – fragst Du Dich. Hahaha, ja. Es ist nämlich wichtig zu wissen, wo man sich auf der Welt befindet. Denn je nach dem, wo man gerade ist, sind es andere Zahlen, die den Leuten Angst machen.

Da gibt es zum Beispiel die 17. Die 17 ist Unglückszahl in Italien. Oder die vier. Die Vier ist in China ganz furchtbar. Ganz seltsam finde ich den Hintergrund zur Zahl 39 in Afghanistan. Da nimmt es anscheinend exorbitante Ausmaße an. Es gibt sogar einen Verein, der sich für die Rehablilitierung der 39 einsetzt. Afghanen übermalen die 39 auf Nummernschildern und Menschen sollen schon umgebracht worden sein, weil sie sich zu der Zahl 39 in Verbindung mit Politikern geäußert haben. Letztlich soll es angeblich der Folklore nach darauf zurückgehen, dass es einen Zuhälter in Herat gegeben haben soll, der ein Autokennzeichen mit der Nummer 39 hatte und in einem Apartment mit der Nummer 39 gewohnt haben soll. Und seither ist diese Zahl der Inbegriff des Unglücks und ganz furchtbar. Naja.

Es gibt übrigens eine Phobie zur 13. Jetzt schaue ich mal, ob ich das hinbekomme. Das ist nämlich die Tris-Triskai-Triskaideka, Triskaidekaphobie. Ich weiß gar nicht, ob das so richtig war, jedenfalls, die 13-Angst. Und von einer solchen Phobie spricht man, wenn Menschen vor der Zahl 13 derartige Angst entwickeln, dass sie dadurch in ihrem Alltag und ihren Beziehungen negativ beeinflusst werden. Und wie jede Phobie kann es zum Teil sehr ernste Ausmaße annehmen. Man mag es nicht glauben. Es gibt Menschen, die Panik vor der 13 haben.

Da gibt es noch eine weitere Ausbaustufe, nämlich die Paraskevedekatriaphobie, das dann die Angst vor Freitag, dem 13. wäre. Furchtbares Wort und garantiert falsch ausgesprochen. Viel Vergnügen, wenn Du versuchst es besser zu machen. In jedem Fall, ob es nun die 13, die 17, die 4 oder die 39 ist, hoffe ich mal, dass Du nicht zu den Menschen gehörst, die panische Angst vor einer dieser Zahlen haben und deswegen diese Folge auch angehört hast. Vielleicht hören wir uns ja auch morgen wieder, wäre spaßig, zur Folge 14. Übrigens: Chinesen wären in Versuchung auch die Folge zu überspringen, denn: da steckt ja eine 4 drin.

Bis morgen.

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