Einundzwanzig – Ein Ei


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#021 – Einundzwanzig – Ein Ei

Es war ein Autounfall, nichts wirklich bemerkenswertes, aber trotzdem tödlich. Du lässt Deine Frau und zwei Kinder zurück. Es war ein schmerzloser Tod. Die Notärzte taten ihr Bestes, um Dich zu retten, aber es half nicht. Dein Körper war so komplett zerstört, dass es das Beste war – glaub mir. Und dann trafst Du mich.

– Was… Was ist passiert? Wo bin ich?

– Du bist Tot.

– Da war ein… ein Laster und der rutschte und …

– Ja.

– Ich…. ich starb?

– Hmmm, aber kein Grund zum Traurigsein, jeder stirbt.

 

Du sahst Dich um. Da war nur Leere. Nur Du und ich.

– Was ist dieser Raum? Ist es das Jenseits?

– Ah, naja, mehr oder weniger.  

– Bist Du Gott?

– Ich bin Gott.  

– Mein Kinder und meine Frau…

– Was ist mit ihnen?

– Wird es ihnen gut gehen.  

– Sowas sehe ich gerne. Bist gerade gestorben und Deine Hauptsorge gilt der Familie. Das finde ich super.

 

Du sahst mich fasziniert an. Ich sah für Dich nicht aus wie Gott. Ich sah einfach so aus wie irgend so ein Typ. Eine schwammige Autoritätsperson. Mehr, wie ein Deutschlehrer, als wie der Allmächtige.

 

– Keine Sorge, ihnen wird’s gut gehen. Deine Kinder werden Dich perfekt in Erinnerung behalten. Die haben nicht die Zeit, um Verachtung für Dich zu empfinden. Und Deine Frau wird außen vielleicht weinen, aber im Geheimen wird sie erleichtert sein. Deine Ehe war eh auf dem absteigenden Ast, um ehrlich zu sein. Wenn das für Dich ein Trost ist: Sie wird sich sehr schuldig fühlen, weil sie sich erleichtert fühlt.

– Oh! Also, was passiert nun? Gehe ich in den Himmel? Oder in die Hölle? Oder sowas?

– Weder noch. Du wirst wiedergeboren.

– Aahhh! Also haben die Hindus Recht.

– Alle Religionen haben auf ihre Art Recht. Komm mit!

 

Du bist mir gefolgt, während wir in der Leere entlangspazieren.

– Wohin gehen wir?

– Es gibt kein Ziel. Es ist einfach nett spazierenzugehen, während wir ein bisschen plaudern.

– Wo ist da der Sinn? Wenn ich wiedergeboren werden, werde ich wieder ein unbeschriebenes Blatt sein, stimmt’s? Ein Baby? Also sind alle meine Erfahrungen und alles, was ich in diesem Leben getan habe, sinnlos.

– Nicht ganz. Du trägst Deine ganzen Erfahrungen und all Dein Wissen in Dir. Du wirst nur nicht auf sie zugreifen können. Deine Seele ist herrlicher, schöner und gigantischer, als Du Dir überhaupt vorstellen kannst. Ein menschliches Gehirn kann nur einen kleinen Teil von dem enthalten, was Du bist. Es ist wie den Finger in ein Glas Wasser zu stecken, um zu testen, ob es warm oder kalt ist. Du steckst einen winzigen Teil von Dir in die Welt und wieder hinausnimmst, erhältst Du alle Erfahrungen, die Du gesammelt hast. Du warst die letzten 34 Jahre ein Mensch. Also hast Du Dich noch nicht ausgestreckt und Deine enorme Besinnung gespürt. Wenn wir die abhängen würden, würdest Du anfangen Dich an alles zu erinnern. Aber es hat keinen Sinn, das bei jedem Leben zu machen.

– Wie oft wurde ich denn wiedergeboren?

– Oh, oft. Und in einer Vielzahl verschiedener Leben. Dieses Mal wirst Du ein chinesisches Bauernmädchen um 540 n. Chr. Geburt sein.  

– Äh, wie bitte?! Du sendest mich zurück in der Zeit?

– Naja, theoretisch ja. Zeit, wie Du sie kennst existiert nur in Deinem Universum. Da wo ich herkomme, sind die Dinge anders.

– Wo kommst Du her?

– Ich komme von irgendwo und es gibt andere wie mich. Ich weiß, jetzt willst Du wissen, wie es dort ist, aber Du würdest es nicht verstehen.

– Aber, warte… wenn ich in andere Zeiten an anderen Orten wiedergeboren werde, könnte ich da einmal mit mir selbst interagiert haben.

– Klar, das geht auch. Und weil Du Dich nur an die eine Lebensspanne erinnerst, merkst Du noch nicht einmal, dass es passiert.

– Was ist dann der Sinn von alledem?

– Ernsthaft?! Wirklich? Du fragst mich nach dem Sinn des Lebens? Ist das nicht ein bisschen stereotypisch?

– Ah ja, das ist eine verständliche Frage.

– Der Sinn des Lebens.. Der Grund, dass ich dieses Universum geschaffen habe ist, damit Du wächst und erwachsen wirst.

– Meinst Du die Menschheit? Du willst, das wir aufwachsen?

– Nein, nur Dich. Ich erschuf dieses Universum nur für Dich. Mit jedem Leben wächst Du und wirst erwachsen, bekommst einen größeren und mächtigeren Intellekt.

– Wirklich? Was ist denn mit den anderen?

– Nah, es gibt keine anderen. In diesem Universum gibt es nur Dich und mich.

– Aber alle Leute auf der Erde…

– Alle Du, andere Formen von Dir.

– Warte, dann bin ich alle?

– Ja, das kapierst Du jetzt.

– Ich bin jeder Mensch, der je gelebt hat?

– Und ewig leben wird, richtig.

– Ich bin Abraham Lincoln?

– Du bist auch Tom Cruise.

– Ich bin Hitler?

– Und Du bist die Millionen, die er getötet hat.

– Ich bin Jesus?

– Und Du bist jeder, der ihm folgte. Jedes Mal, wenn Du jemanden schikanierst, dann hast Du Dich selber schikaniert. Jede nette Tat, die Du für jemanden gemacht hast, hast Du für Dich selber getan. Jeder fröhliche oder traurige Moment, den je irgendjemand erlebt hat, erlebt oder erleben wird, hast Du selbst erlebt.

– Warum? Warum all das?

– Weil Du eines Tages sein wirst wie ich. Denn das wirst Du. Du wirst einer von meiner Sorte. Du bist mein Kind.

– Boah! Du meinst, ich sei ein Gott?

– Nein, noch nicht. Du bist ein Phoetus. Du wächst noch. Wenn Du jedes menschliche Leben durchlebt hast, wirst Du groß genug sein, um geboren zu werden.  

– Also ist das ganze Universum eine Art Ei?

– Nun ist es Zeit für Dich Dein nächstes Leben zu durchleben.

 

Und mit diesen Worten schicke ich Dich weiter auf Deinen Weg.

Das war die Geschichte “Das Ei” aus einem Wiki entnommen. Und zwar aus dem Creepy Pasta Wiki. Das Creepy Pasta Wiki hat Kurzgeschichten. Und was hat das mit der Folge 21 zu tun? Es ist ein Wiki. Und vor 21 Jahren hat Walt Cunningham das erste Wiki ever erschaffen. Die Urzelle von Wikipedia sozusagen. Und von Marvel Wiki und von Creepy Pasta und von hunderten, wenn nicht tausenden Wikis da draußen, die man sich anschauen und durchsurfen kann.

Ich habe ein paar meiner Favoriten in die Links zu dieser Episode gepackt. Vielleicht surfst Du einfach auch mal ein bisschen rum. Creepy Pasta verdient definitiv einen Besuch. Und hey, nur mal angenommen, das Szenario der Geschichte wäre wahr, höre ich mir dann vielleicht gerade in diesem Augenblick selber beim Podcasten zu?

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