Op. 235 – Sphärenklänge


Die Familie Strauss ist eine ganze Familie berühmter Komponisten, deren Werke bis heute regelmäßig gespielt werden. Josef Strauss schuf z.B. über 300 Stücke, heute geht es um Op. 235, auch bekannt unter dem schönen Namen “Sphärenklänge”.

https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Strauss
http://wjso.or.at/de-at/Home/Events/EventDetail?ConcertID=238&WerkID=557
https://de.wikipedia.org/wiki/Sph%C3%A4renkl%C3%A4nge
https://de.wikipedia.org/wiki/Strauss_(Familie)

Bild: Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19680833

Musik:

 

 

#235 – Op. 235 – Sphärenklänge

Wenn man sich mit Komponisten oder Walzer nicht besonders gut auskennt, kann es wirklich schnell verwirrend werden, sich die Strauss-Dynastie anzugucken. Die sind der Stolz der Österreicher, ihnen wurden eigene Museen gewidmet und es ist eine ganze Familie von Komponisten, Kapellmeistern und berühmten Musikern. Da kann es schon einmal durcheinander gehen, wenn man versucht sich an die verschiedenen einzelnen Strauss`s anzutasten. Besonders bekannt und berühmt ist der sogenannte Walzerkönig, Johann Strauss. Der hat mit seiner Frau Anna insgesamt drei Söhne gehabt, Johann, Eduard und Josef.

[Auszug Walzer]

Mir geht es heute um den besagten Josef. Denn von dem stammt ein recht bekanntes Walzerstück, eines von über 300 Werken, die er geschaffen hat. Dieses Walzerstück, Opus 235, trägt den schöne Namen Sphärenklänge.

[Auszug Walzer]

Dabei wollte Josef eigentlich am Anfang gar kein Komponist wie sein Vater oder Kapellmeister werden. Schließlich war da schon sein älterer Bruder tätig und seinen Vater zu übertrumpfen wäre ehe schwierig, so dachte er und seine Vorliebe lag eigentlich bei der Technik. So studierte er an der heutigen Technischen Universität Wien, damals unter dem schönen Namen Wiener Polytechnikum und arbeitete dann als Bauleiter zum Beispiel bei der Errichtung eines Wehrs in Trumau oder er konstruierte auch zwei Straßenkehrmaschinen und war ganz allgemein ein sehr handfester technisch arbeitender Mensch und Ingenieur. Trotzdem musste es bei den Strauss’ens  musikalisch doch hoch hergegangen sein, denn im Grunde kannten alle Strauss-Kinder die wichtigsten Prinzipien der Komposition und waren begabte Kapellmeister. So war es dann eben auch möglich, dass Josef, als sein Vater Johann Strauss  im Spätherbst 1852 von einer Konzertreise völlig erschöpft heimkam, ihn als Kapellmeister vertreten konnte und in der Strauß-Kapelle einsprang. Damals hatte er dann auch sein erstes Werk komponiert, der Walzer die Ersten und die Letzten. Der dachte damals noch, das wäre sein erstes und wahrscheinlich auch sein letztes Werk. Dabei war es das erste von wie gesagt über 300 Werken, die man von ihm kennt. Humor muss er auch gehabt haben, denn als sich dann rausstellte, dass er weiter machen musste, hat er die nächste Walzerfolge Opus 12 folgerichtig, die Ersten nach den Letzten genannt – vielleicht hatte das auch nichts mit Humor sondern mehr mit Phantasielosigkeit zu tun. Es lässt sich heute sehr schwer nachvollziehen. Nachdem er jetzt schon einmal angefangen hatte, hatte er offensichtlich auch Blut geleckt. In den darauffolgenden Jahren vertrat er dann immer häufiger mal seinen Bruder Johann als Kapellmeister und er nahm dann auch Unterricht. Er lernte Violine spielen, stieg tiefer in die  Komposition ein und komponierte einen Walzer nach dem anderen. Wobei Opus 235 einer seiner bekanntesten ist, eben die Sphärenklänge.

Bis bald.

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