Siebenundzwanzig – Klub ohne Wiederkehr


Angeblich sterben viele berühmte Künstler gerade mit 27. Dieser Mythos ist so verbreitet, dass er einen eigenen Namen trägt: Klub 27.
https://de.wikipedia.org/wiki/Klub_27

Musik: http://www.bensound.com/royalty-free-music/track/ofelias-dream

Bild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/98/Grab_Jim_Morrison_P%C3%A8re_La_Chaise_8.12.2003_Schuschke.jpg

 

#027 – Siebenundzwanzig – Klub ohne Wiederkehr

Heute geht es um ein morbides Thema – um Tote. Um ganz besondere Tote. Berühmte Tote. Namentlich um Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison und Kurt Cobain. Was haben die gemeinsam? All diese Musiker sind Mitglied im sogenannten Club 27. Alternativ auch manchmal Forever 27 Club genannt.

Es ist nämlich so, dass all diese Musiker im Alter von 27 Jahren gestorben sind. Brian Jones ertrank in einem Schwimmbecken. Warum genau er da drin ertrank ist bis heute ungeklärt.

Jimi Hendrix starb im Endeffekt an einer Überdosis Alkohol und Schlaftabletten. Er ist an seinem Erbrochenen erstickt genau genommen.

Janis Joplin hat sich eine Überdosis Heroin verpasst.

Jim Morrison starb durch Herzversagen. Die genauen Todesumstände sind unklar.

Und Kurt Cobain, das wissen wir alle, hat unter Heroineinfluss zur Waffe gegriffen und sich in den Kopf geschossen.

Tatsächlich, auch wenn dieser Club nach den eben genannten Musikern benannt ist, gibt es aber noch viel mehr Künstler, die im Alter von 27 Jahren an allem möglichen versterben. Amy Winehouse zum Beispiel ist auch mit 27 Jahren gestorben. Diese wahrgenommene Häufung hat dann letztlich dazu geführt, dass Medien anfingen zu spekulieren, ob berühmte Künstler bevorzugt im Alter von 27 Jahren sterben würden.

Bei Kurt Cobain gibt es sogar die Behauptung, er habe sich absichtlich mit 27 umgebracht, um in diesem Club aufgenommen zu werden und sozusagen in einer Reihe mit Jim Morrison, Janis Joplin, Jimi Hendrix und Brian Jones genannt zu werden, was völliger Quatsch übrigens ist, denn von Kurt Cobain weiß man, dass er auch schon bevor er 27 Jahre alt war, mehrere Selbstmordversuche hinter sich hatte.

Amy Winehouse soll übrigens Angst davor gehabt haben, zu diesem Club zu gehören und das auch vorher schon bei verschiedenen Gelegenheit geäußert haben. Die Frage ist natürlich: Gibt es eigentlich überhaupt eine Häufung von Todesfällen im Alter von 27 bei berühmten Musikern?

Das wurde tatsächlich untersucht. Es gibt immer mal wieder die Behauptung, es wäre belegt worden. Dem ist aber bisher nicht so. Die paar Untersuchungen, die man zur Statistik von Todesfällen findet, sprechen von keiner Häufung rund um das Alter 27, aber, was vor kurzem auch wieder in einer Studie gefunden worden war ist, dass berühmte Persönlichkeiten dazu tendieren, eher zu sterben als “Normalsterbliche”.

Das lässt sich durch alles mögliche begründen. Zum Beispiel dadurch, dass natürlich ein berühmter Musiker auch über eine vermutlich bestimmte Persönlichkeitsstruktur verfügt und überdurchschnittlich viele Borderline, Depressionskranke oder auch anders belastete Menschen zu berühmten Bühnenpersönlichkeiten werden.

Außerdem kann man ähnliche Clubs aufmachen mit anderen Altersangaben. Einen Club 33, einen Club 29, je nach dem, welche berühmten Musiker, die bereits verstorben sind, zusammen gruppiert werden.

Das heißt, der Club 27 ist mehr Urban Myth als tatsächliches, statistisches Phänomen, aber für abergläubische Menschen – und von vielen Bühnenmusikern wird behauptet, sie wären abergläubisch – natürlich auch relativ gruselig. Doch. Ich find schon.

Naja, ich bin auf jeden Fall deutlich jenseits der 27 und kein Bühnenmusiker und nicht berühmt. Heißt: Ich glaube, ich bin in der sicheren Zone. Ich bin mir sicher, dass das auch für Dich gilt und für Klaus und Ralf, die das Thema heute vorgeschlagen haben und wie sie auf Twitter geschrieben haben “besorgt sind aus Gründen”. Ich denke mal, ihr seid in der sicheren Zone, ob ihr jetzt 27 seid oder nicht. Ganz bestimmt.

Bis bald.

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