273 – Cusco, Peru


Cusco ist Position 273 auf der Liste der Weltkulturerbe-Stätten. Als frühere Hauptstadt des Inkareiches und gelegen in Peru lässt sich so einiges entdecken und interessante Geschichte finden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cusco
https://de.wikipedia.org/wiki/Peru
http://www.weltkulturerbe.com/weltkulturerbe/suedamerika/cuzco.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Machu_Picchu

Bild: https://pixabay.com/en/machu-picchu-cusco-peru-1163475/, CC0

 

#273 – Cusco, Peru

Das Meerschweinchen war ein Grundnahrungsmittel der Inkas – wer hätte das gedacht? 20 Weibchen und 2 Männchen haben genügen Zeugungskraft, um jeden Tag ein Junges gebären zu können. Und damit kann man eine Familie über’s Jahr hinweg mit Fleisch versorgen. So ein Meerschweinchen hat man dann gegessen, indem man es ausgeweidet hat und dann glühende Steine hineingeführt hat. Im Wechsel wurde dann immer an einem Brocken Salz geleckt und ein bisschen Meerschweinchen gegessen … lecker!

Gerne wurden dann dazu auch noch geröstete Maden, Raupen und Chili gereicht. Meerschweinchenfleisch ist in den Anden immer noch sehr beliebt. Maden und Raupen wahrscheinlich nicht mehr so viel. Wobei wundern würde es mich jetzt auch nicht. Ist ja auch nahrhaft das Zeug – wenn man’s denn mag.

Und wie komme ich darauf? – Ich komme darauf über einen kleinen Umweg, nämlich über die Stadt Cusco. Cuso liegt in Peru. Und Cusco ist auf Platz 273 der Liste der Weltkulturerbestätten und damit ein idealer Themenanker für den Anerzählt.

Cusco war lange Zeit Hauptstadt des Inkareiches in den Anden und es liegt in der Nähe vom Machu Picchu und weil Machu Picchu Touristen in Peru immer noch am häufigsten heimgesucht, besucht und erwandert wird, suchen die natürlich in rauhen Mengen die Stadt Cusco heim. Und die Regierung tut alles, damit die Touristen sich dort dann auch wohlfühlen.

Und da haben wir auch schon mal Nr. 1, wofür wir Peru kennen. Wir kennen Peru für die unglaublichen Landschaften: Hochgebirge und Stätten der Inkas, die es dort zu entdecken gibt. Und dann kennen wir Peru vielleicht auch noch aus ein paar anderen Zusammenhängen. Zum Beispiel war Peru der Schauplatz der ersten Flugzeugentführung der Welt. Oder Du hast vielleicht mal von den Strichfiguren in Nazca gehört. Das sind gigantische Figuren, die dort in den Wüstenboden geritzt wurden und die eigentlich nur aus der Luft so richtig gut zu erkennen sind. Figuren, wie zum Beispiel jagende Menschen; ein Affe und andere. Wer diese Figuren in den Boden geritzt hat, weiß man freilich nicht so genau. Sie sind jedenfalls 800 Jahre älter als die Zeugnisse der Inkazivilisation. Damit muss es eine Zivilisation vor den Inka gewesen sein, die sich dort verewigte.

Cusco war damals auch im Herzen eines gigantischen Straßennetzes. Die Inka waren eine recht weit entwickelte Hochkultur und dazu gehörte auch Infrastruktur. Und so gab es ein 40.000 km spannendes Straßennetz, das die Grenzen des Reiches mit Cusco verband und es zum Beispiel möglich machte, dass frischer Fisch zwei Tage, nachdem er im Pazifik gefangen worden war, bei einem Herrscher in Cusco auf dem Teller liegen konnte.

Wenn man heute Cusco besucht, dann besichtigt man dort eine Mischung aus kolonialen Baustilen und Inka-Ruinen neben moferner Architektur. Cusco wurde mehrere Male fast dem Erdboden gleichgemacht. Ein Erdbeben 1950 zerstörte zuletzt die wieder aufgebauten Kirchen und Häuser, aber schon davor hatte Cusco eine recht dramatische Geschichte hinter sich, in deren Verlauf sie mehrmals belagert, zerstört, abgebrannt oder allgemein verrottet wurde.

Als die Spanier Peru als Kolonie übernommen hatten, wurde unter anderem auch Cusco komplett eingenommen und alles, was es an Gold- und Wertgegenständen gab, eingeschmolzen und mitgenommen. Die Tempel und Paläste wurden damals abgerissen. Und trotzdem ist noch einiges übrig geblieben, was man bewundern kann. Als dann 1911 die Stadt Machu Picchu wieder entdeckt wurde, hatte man endgültig auch eine Vorstellung davon, wie Cusco wohl wirklich einmal ausgesehen haben mag, als noch Inkas die Stadt regierten.

Bis bald.

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