Post-it – 43,2mm

Themenpate: @MsOphelia87

Der Post-it ist eine der großen Erfindungen des 20. Jahrhunderts und eigentlich die Geschichte eines umgedeuteten Fehlschlags.

  • http://www.post-it.3mdeutschland.de/
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Klebezettel
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Spencer_Silver
  • http://solutions.3mdeutschland.de/wps/portal/3M/de_DE/Consumer_Produkte/Home/~/Post-it-Index-680-P12-25-4-x-43-2-mm-blau-gelb-grün-rot-8-x-50-Haftstreifen-im-Spender?N=7584403+3294171225+3294529170&rt=d

Bild: By Elen Nivrae – Flickr: IMGP0455, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16070584

 

 

#432 – Post-It – 43.2

Ursprünglich war er einmal quietschgelb und laut Fortune ist er eine der wichtigsten Erfindungen des 20 Jahrhunderts. In einer Reihe mit dem Kühlschrank, der Boeing 707 und der CD. Die Rede ist von dem Post-It!  Jenen kleinen farbigen Zettelchen, die wir alle wahrscheinlich schon einmal verwendet haben, um uns an irgendetwas erinnern zu lassen.

Die wichtigste Eigenschaft von Post-It ist, dass es klebt und zwar zuverlässig, aber doch irgendwie auch nicht klebt. Das heißt, der Kleber bleibt nur am Post-It und nicht an dem Objekt, auf dem man das Post-It geklebt hat.

Die Entwicklung des Post-It war mehr oder weniger ein Unfall. Die Firma 3M hatte nämlich ihren Mitarbeiter, Spencer Silver, 1968 damit beauftragt, eine Art “Superkleber” zu produzieren. Der sollte stärker als alle bekannten Klebstoffe werden. Man mag es kaum glauben, das war die Geburtsstunde des Klebers, der auf dem Post-It oben als Streifen aufgebracht ist. Ein Superkleber ist es wohl gerade nicht geworden. Darum ist Spencer Silver auch eigentlich gar nicht der Held dieser Geschichte. Der Held dieser Geschichte ist ein Mann namens Art Fry. Der war auch 3M-Mitarbeiter und als Mitglied eines Kirchenchores ärgerte er sich immer darüber, dass die Lesezeichen aus den Notenhefte herausfielen, wenn sie aufrecht gehalten wurden.

Art erinnerte sich dann eben an Spencers Entwicklung. Der “Superkleber” war zwischendurch an einer Pinnwand erprobt worden, die allerdings niemand gekauft hat. Ich kann mir das auch gut vorstellen, weil ich würde ungern irgendwo eine klebrige Wand haben wollen, an die ich Zeugs dran klebe. Jedenfalls, Art nahm sich der Sache an und experimentierte mit Notizzetteln die an einer Seite eben einen Streifen mit Kleber hatten. Die Geburtsstunde des Post-Its.

Der Post-It gehört zu den Dingen, von denen ich irgendwie das Gefühl habe, es gibt sie schon ewig und schon immer. Dabei kam er erst 1980 auf den Markt – da war ich schon vier Jahre alt. 3M hat ein Vermögen mit dem Post-It verdient. Die waren zunächst unter Patent und durften deswegen nur von 3M produziert und vertrieben werden oder es waren hohe Gebühren fällig, wenn jemand anders mit den Patenten arbeiten wollte.

Alleine in Deutschland gehen pro Jahr so ca. 4 1/2 Millionen Blöcke Post-It über die Ladentheke. Jeder dieser Blöcke hat ungefähr 100 Blatt – da kommt schon was zusammen. Die Verwendungsmöglichkeiten sind vielseitig: Notizzettel, Lesezeichen, Kunstobjekt – richtig verstanden, manchmal wenn Du aufmerksam an Bürogebäuden vorbeigehst, kannst Du komplette kleine Kunstwerke aus Post-It in den Scheiben erkennen.

Der originale Post-It-Zettel hatte auch eine genormte Größe, der war nämlich genau quadratisch, 76 x 76 mm hatte der zu messen. Inzwischen gibt es um die 400 verschiedenen Produkte, die auf dieser grundsätzlichen Idee basieren. Da sind Dir bestimmt auch schon einmal diese kleinen Spender, mit diesen mini Post-It Zettelchen untergekommen, die man so rausziehen kann, die dabei automatisch vom Block abgezogen werden. Diese kleinen Spender, firmieren bei 3M unter der Bezeichnung Post-It Index 680-P12. Sie sind exakt 25,4 x 43,2 mm groß. Diese 43,2 mm sind auch damit der Themenanker der heutigen Sendung. Eine Themenpatin haben wir auch, nämlich @MsOphelia87. Lieben Dank für die coole Idee.

Bis bald.

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