Rekordsuff und Maximaldiäten


Themenpate: Martin @zmahlzeit

§316 beschäftigt sich mit dem Thema Trunkenheit im Verkehr und da gibt es so manchen Rekord zu vermelden. Bisher am Betrunkensten (und immer noch lebendig) ist ein Pole mit stolzen 12,3 Promille Blutalkohol. Aber das ist nicht der einzige absurd ungesunde Rekord mit dem sich Menschen schmücken…

Bild: Pixabay, CC0, https://pixabay.com/en/vodka-smirnoff-alcohol-booze-931890/

 

# 316 – Rekordsuff und Maximaldiäten

Paragraph 316 StGB beschäftigt sich mit Trunkenheit im Verkehr und das ist ein Hinweis, den wir mal wieder der Martin, auf Twitter @zmahlzeit genannt, zu verdanken haben. Er hat auch noch gleich zwei weiterführende Links dazu gepackt: Einmal den Wikipedia-Eintrag zum Thema Fahruntüchtigkeit und dann, dann den Link zu einem Artikel über einen sehr, sehr gesunden Rekord – nämlich einem Promille-Rekord.

Rekordhalter war ein im Jahr 2004 noch 45-jähriger Pole. Der war nach einem Saufgelage auf dem Heimweg. Zu Fuß wohlgemerkt und wurde von einem Fahrzeug erfasst. Im Krankenhaus bei der Erstversorgung stellt man eine normalerweise tödliche Menge Alkohol bei dem Mann fest. 12,3 Promille Alkohol. Normalerweise sind etwa 4 bis 4,5 Promille tödlich. Allerdings ist das eine Grenze, die doch eher öfter gebrochen wird oder zumindest öfter, als wir jetzt meinen.

Diese 4 bis 4,5 Promille, die tödlich sind gelten eher für normalsterbliche und nicht für Leute, die sich an eine gewisse Resistenz herangesoffen haben. Wie der Mann im Ernst noch auf dem Heimweg sein konnte, ist übrigens auch für mich völlig unvorstellbar. Ich erinnere mich an ein einziges Mal, dass ich mich in meiner Jugend – ich muss da so um die 20 gewesen sein – gezielt betrunken habe. Damals habe ich mit einem Freund zusammen eine Flasche Apfelkorn geleert und vielleicht noch ein paar Bier dazu getrunken und war definitiv nicht mehr in der Lage, ohne Hilfe nach Hause zu finden.

Mit den 12,3 Promille hat unser trinkfester Pole auf jeden Fall den bis dahin russischen Rekordhalter vom Thron gestoßen. Der war allerdings mit 12 Promille immerhin noch am Steuer gefasst worden. Die Russen sollen auf jeden Fall Alkohol gegenüber sowieso einigermaße tolerant sein. Ich weiß nicht, ob das Klischee wirklich so ist, aber so manchem Russen wurde diese eingeübte Toleranz gegenüber dem Saufen auch schon zum Verhängnis.

So ist zum Beispiel überliefert, dass dem Leiter des russischen Raumfahrtzentrums, Vladimir Lobachov, erstmal Ärger eingebracht hatte. Der war nämlich volltrunken neben dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral eingeschlafen, am Strand und war dort dann von den Behörden aufgegriffen worden, wie er da seinen Rausch ausschlief. Und der war auch ziemlich schlecht getimed. Er war nämlich gerade volltrunken am Strand, während seine Kosmonauten an Board einer US-Raumfähre ins All starteten.

Aber wenden wir uns mal von den Säufern ab und anderen Rekorden, die man einfach nur ungesund finden kann, zu. Zum Beispiel dem Rekord im Hot Dog Wettessen. Solche Wettessen werden in den USA in verschiedenen Städten immer wieder veranstaltet. So zum Beispiel auf Coney Island, in der Nähe von New York. Daher kommt auch der aktuelle Rekordhalter, das sei nämlich Joey Chestnut mit immerhin 68 Hotdogs. Und da rede ich nicht nur von der Wurst, sondern ich rede von der Wurst inklusive Brötchen. Und das Ganze gilt nur, wenn man das innerhalb von 10 Minuten verspeist hat. 10 Minuten… 68 Hot Dogs… Mit Brötchen… Das kann einfach nicht gesund sein!

Aber das ist zumindest eine gute Taktik, wenn man versucht einen anderen Rekord zu brechen. Zum Beispiel, wenn man versucht, die dickste Frau der Welt zu werden. So wurde das zum Beispiel 2010 von Donna Simpson berichtet. Die hatte nämlich 2010 einen Rekord gebrochen, als die schwerste Mutter, die je lebendige Kinder zur Welt gebracht hatte. Sie ist Mutter von einem Sohn und einer Tochter und dieser Rekord schien sie angestachelt zu haben, denn ab da wollte sie unbedingt die weltschwerste Frau werden und hat sich ein Zielgewicht von ungefähr 1.000 Pfund vorgenommen. Das sind 450 Kilo.

Und um dieses Ziel zu erreichen, hat sie etwa 12.000 Kalorien pro Tag zu sich genommen. Aber das war der Durchschnitt. Da gab es dann auch manchmal ganz besondere Festtage. Zum Beispiel Weihnachten 2010. Da hat sie sich 30.000 Kalorien gegönnt und gleich zwei 11 Kilogramm schwere Truthähne in sich hineingestopft. Ihr Ziel jedenfalls hat sie nicht erreicht. 2011 kam sie zur Vernunft und strebte ab da ein anderes Ziel an. 170 Kilogramm nämlich. Denn mit 170 Kilo kann man sich bewegen und sich um seinen Lebensunterhalt kümmern und zum Beispiel sich auch besser um die Kinder kümmern.

Ganz ähnlich war der dickste Mann der Welt, der Mexikaner Manuel Uribe, unterwegs. Der hatte 2006 mit 560 Kilo den Rekord als dickster Mann der Welt gesichert. Und danach nahm er mit ärztlicher Hilfe und einer strengen Diät ab und schaffte dann dem Spiegel zufolge bis Ende 2008, 250 Kilo abzunehmen. Damals war sein Ziel, den Weltrekord im Abnehmen zu knacken. Das hat er allerdings nicht geschafft.

Wenn wir schon bei ungesunden Rekorden sind und das Essen jetzt mal abhaken, gehen wir doch einfach mal weiter zum Kettenrauchen. Der jüngste Kettenraucher der Welt war nämlich 2009 ein zweijähriger chinesischer Junge. Der rauchte zu dem damaligen Zeitpunkt schon eine ganze Schachtel Zigaretten am Tag. Na Mahlzeit!

In einer ähnlichen Liga spielte damals der kleine Indonesier Ardi Rizal. Der hat immerhin schon 40 Kippen am Tag gequalmt und das schon mit 18 Monaten. Das hat zumindest damals die Bild Zeitung behauptet und die muss es ja wissen! Und der zufolge nach hat der Vater des Jungen eigentlich gar kein Problem gesehen. Er war der Meinung, der Junge sieht ja ziemlich gesund aus, also gibt es mit den Zigaretten auch kein Problem.

Okay. Dann wieder zurück zum Alkohol: Der Betrunkenheitsrekord in Deutschland liegt bei 8,1 Promille. Verglichen mit den 12,3 ist das ja fast schon wieder harmlos.

Bis bald.

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