172 – Klippenspringen


Klippenspringen ist olympische Disziplin und eine anspruchsvolle Sportart. Dana Kunze hielt mit 172 Fuß lange Zeit den Höhenrekord, inzwischen werden aber aus über 58 Metern Höhe Sprünge gelistet.

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Dana_Kunze
https://de.wikipedia.org/wiki/Klippenspringen

Bild: Von Jennifer Williams from Hayward, USA – Mazatlan Diver Sequence, CC BY-SA 2.0,https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4029965

 

 

#172 – Klippenspringen

Heute bin ich bei der Recherche für die aktuelle Episode beim Klippenspringen hängen geblieben. Ich landete nämlich auf einer Webseite, wo die Behauptung aufgestellt wurde: 172 Fuß wäre der Rekord für’s Klippenspringen. Den hätte jemand namens Dana Kunze aufgestellt und Dana ist ein professioneller Klippenspringer, der seit seinem 13. Lebensjahr nichts anderes wohl gemacht hat, als von hohen Höhen ins Wasser zu springen. Und 172 Fuß sind immerhin 52,4 Meter.

Allerdings stimmt das ja gar nicht – es ist nicht sein Rekord, der immer noch gilt. Das war mal ein Rekord, den er aufgestellt hat und der wurde schon 1985 von Randy Dickerson zum ersten Mal geschlagen. Der sprang nämlich aus 174 Fuß. Und der amtierende Rekord wurde 2015 aufgestellt mit 58,8 Metern, das sind 193 Fuß, von Laso Schaller – ein brasilianisch-schweizerisches Mischgewächs und Extremsportler.

Was ist Klippenspringen denn nun eigentlich? Ich würde mal behaupten, dass Du sehr wahrscheinlich, wenn Du nicht zufällig selber Klippenspringer bist, diese Springer in Acapulco vor Augen hast. Die meist recht jungen Männer, die vor Publikum aus irgendwelchen absurden Höhen sich in viel zu seichtes Wasser stürzen. Und damit hat es nur am Rande zu tun.

Ganz allgemein ist Klippenspringen eine Sportart, bei der der Sportler von Felsklippen aus über 10 Metern Höhe ins Wasser springt. Also, alles ab 11 Metern und wenn es denn in freier Natur stattfindet, könnte man als Klippenspringen bezeichnen. In aller Regel werden beim Klippenspringen auch Figuren gemacht – ganz ähnlich, wie beim Turmspringen. Also, irgendwelche Salti, Schrauben usw.

Es gibt internationale Wettbewerbe und für diese Wettbewerbe schauen sich Richter die einzelnen Sprünge an und bewerten dann etwa die Durchführung der Figuren, Sauberkeit des Absprungs, Sauberkeit des Aufkommens usw.

Nochmal zurück zu Acapulco: Die dortigen Sprünge sind eine beliebte Touristenattraktion. Angeblich wären das ursprünglich mal Perlentaucher gewesen, die da arbeiteten und von da runtergesprungen sind und es gibt viele Legenden, wie hoch denn jetzt nun der Absprungspunkt sei. Es steht oben auf der Klippe, dass es sich um 36 Meter handele. Behauptet wird gerne mal irgendwas um die 41 und in Wirklichkeit sind es 25,9 Meter.

Das Wasser unten ist eigentlich nicht tief genug. Zumindest nicht, wenn man nah am Felsen ist und das ist auch gleichzeitig die Hauptschwierigkeit. Man muss genug Anlauf nehmen und mindestens 8 Meter nach vorne springen. Und das finde ich ja jetzt mal wirklich der Hammer! 8 Meter! Dass das nicht öfter schief geht ist echt verblüffend.

Wir in Deutschland haben übrigens unsere eigenen halsbrecherischen Klippenspringer. Okay, bei uns heißt es auch nicht Klippenspringer, sondern Gumpenjucker und die Orte heißen auch nicht Acapulco, sondern sowas wie Buchenegger Wasserfälle. Trotzdem sind es immer noch gute 30 Meter über dem Wasser.

Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht, aber ich bin ja noch nie von einem auch nur 5 Meter hohen Turm runtergesprungen. Ich bin einmal todesmutig auf den 10er raufgeklettert. Ich bin bis ganz vorgegangen, hab runter geguckt, hatte dann das Gefühl, man kann dieses kleine Becken durchaus auch versehentlich verfehlen, wenn man nicht aufpasst und habe mich deswegen umgedreht und bin wieder von dem Turm runtergestiegen. Und damals war mir das irgendwie peinlich und ich habe mich zwar auslachen lassen, aber in Rückschau war das die genau richtige Entscheidung.

Und auch wenn ich in meiner Freizeit gerne klettern gehe und gar kein Problem mit Höhe habe, abspringen würde ich nie – bin halt ein Weichei und nicht der Stoff, aus dem Rekord-Klippenspringer gemacht sind.

Bis bald.

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