223km/h mit dem Mountainbike


Eric Barone ist ein Stuntman und er mag Mountain Bikes. Deswegen stellt er auch schon seit Jahrzehnten Rekorde damit auf. Besonders ein Rekord hat es ihm derart angetan, dass er ihn wieder und wieder selbst bricht: Die schnellste Fahrt mit einem Mountain Bike. Augenblicklich hält er den mit immerhin 223,30 km/h.

 

 


Bild: Eric Barone

 

 

#223 – 223km/h mit dem Mountainbike

Ich hatte schon öfters mal Rekorde im Anerzählt. Heute wird es wieder einmal so eine Folge. Und zwar mit 223,30 km/h trägt Eric Barone den Titel des schnellsten Mountainbikers der Welt. Er mag Bikes wirklich sehr. Denn diesen Rekord, den hat er selber schon einmal aufgestellt und eben mit den 223,30 km/h selbst gebrochen. Und schon den davor, auch der davor, war sein eigener.

Ich weiß auch nicht wirklich so genau, ob man das ein Mountainbike nennen kann, was der gute Eric da den Berg runter juckt. Übrigens eine eigens präparierte Piste im Hochgebirge über 2.000 Meter höhe, extra glatt mit einem 98% Gefälle am Anfang, dass man auch wirklich jede Menge schwung bekommt, ohne in die Pedale treten zu müssen. Das Gefährt auf dem er da sitzt, das sieht aus wie ein futuristisches Motorrad – oder so.

Er ist so eine Art Kreuz aus Michelin-Männchen im knackroten Ganzkörperkondom. Denn er sitzt in einer seltsam aufgeplusterten Polstermontur, die außen wahrscheinlich wegen der Aerodynamik ganz besonders glatt und latexartig zu sein scheint. Kurz vor Abfahrt – das Fahrrad war fixiert schon in dem Gefälle und er musste praktisch mit mehreren unterstützt auf dieses Rad gehoben werden fast schon – ja, kurz vor der Abfahrt wurde ihm noch eine Art Käseglocke aufgesetzt, um die Aerodynamik zu verbessern. Dann wurde hinten das Seil gekappt und los ging’s. Im Wesentlichen besteht die Aufgabe auf dieser Piste darin, sich an diesem Mountainbike – nennen wir es einfach mal so – festzuhalten und festzuklammern.

Eric Barone ist nicht der jüngste der Hochleistungsathleten, die wir so als Rekordträger in letzter Zeit aufkommen sehen. Er ist schon über 50 Jahre alt und ein ehemaliger Stuntman. Aus einer Zeit als Stuntman noch wirklich gefährliche Stunts durchgezogen haben, also nicht der Computer alles Gefährliche übernommen hat. Wahrscheinlich sucht er deswegen noch nach dem Nervenkitzel. Es muss schon ein toller Nervenkitzel sein. Denn bei einem früheren Versuch hatte er auch mal einen schweren Unfall.  Das war keine Schneepiste, das war ein Geröllberg, den er da ausgesucht hatte, bei dem er die Kontrolle über sein Gefährt verlor und dann mit 200 Sachen irgendwo den Berg hinab schoss. Das alles kann man sich auf einer Reportage auf Youtube anschauen. Verlinkt wie immer in den Shownotizen. Genauso wie das Video, in dem es um diesen letzten 223,30 km/h schnellen Rekord ging.

Und ja, ich weiss, ich habe es schon ein paar mal gesagt. Ich sag es wieder: Es ist echt durchgeknallt, was manche Leut machen, nur im Guinnessbuch der Rekorde zu stehen.  

Bis bald.

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