365 Wahlmänner

Themenpate: Gunnar (@Fischy667)

Barack Obama wurde mit großen Erwartungen gewählt und je nachdem wen man fragt war entweder einer der ganz Großen oder ein eher mittelmäßiger Präsident.

Bild: Von Official White House Photo by Pete Souza – P120612PS-0463 (direct link), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23956389

 

 

#365 Wahlmänner

Der Gunnar ist auf Twitter als @Fischy667 bekannt und der hat heute vorgeschlagen über Barack Obama zu sprechen, oder wie er eigentlich mit vollem Namen heißt: Barack Hussein Obama. Der Themenanker dazu: Barack Obama wurde mit 365 Wahlmännerstimmen der erste schwarze Präsident der USA und hat damit Geschichte geschrieben. Und irgendwie kann ich Barack hier gar nicht so richtig gerecht werden.

Er ist definitiv ein polarisierender Präsident. Selten waren die Hoffnungen in einen amerikanischen Präsidenten so hoch gestapelt. Und im Grunde ist man sich einigermaßen uneinig, ob er denn nun ein großer Präsident war oder eher so durchschnittlich. Es gibt viel Enttäuschung darüber, dass er manche Versprechen nicht einhalten konnte, so zum Beispiel Guantanamo Bay zu schließen.

Unter Barack Obama hatten in den USA Journalisten es schwerer als jemals zuvor und mancher ist auf Barack Obama auch überhaupt nicht gut zu sprechen. Denn mit dem Drohnenprogramm der USA, das seine Einsätze immer direkt vom Präsidenten angeordnet und legitimiert durchführt, bricht er sozusagen in schöner Regelmäßigkeit das Völkerrecht oder zumindest Leute, die es irgendwie besser wissen als ich, behaupten das. Vielleicht tut er es ja auch gar nicht, was weiß denn ich? Ich persönlich finde nur die Vorstellung urgruselig, wenn Maschinen losgeschickt werden, um gezielt einzelne Menschen zu töten. Das sind dann halt meistens irgendwie dann doch nicht nur einzelne und oft genug sind es auch die falschen.

Egal, aber Barack Obama ist auch der Präsident, der in den USA etwas Ungeheuerliches versucht hat, nämlich eine universelle Krankenversicherung einzuführen. Und Barack Obama ist auch der Präsident, der völlig zurecht vor laufender Kamera weint, wenn er über die Unsinnigkeit von Schulschießereien spricht und von dem Irrsinn, den die Waffengesetze in den USA vollbringen. Freilich kann man geteilter Meinung darüber sein, ob die USA jetzt mit ihren Waffengesetzen oder mit den Waffenbesitzern ein Problem haben, aber wir können uns einig sein, dass es einfach nur zum Heulen ist, wenn in einer Schießerei Kinder in Schulen umgeschossen werden.

Ich persönlich muss zugeben, er war mir irgendwie immer einigermaßen sympathisch. Barack Obama drückt sich gewählt aus und er ist jemand, der an Vernunft und Wissenschaft glaubt. Dass er außerdem Spiderman und Conan – Der Barbar Comics sammelt, macht ihn nochmal extra sympathisch finde ich.

Barack Obama ist auf Honolulu geboren worden und hat in seiner Jugend auch einige Jahre in Indonesien gelebt. In der Zeit hat er nicht nur einen eigenen zahmen Affen besessen, sondern hat dem Hörensagen nach auch Hundefleisch, Schlangenfleisch, geröstete Grashüpfer und wahrscheinlich so einiges anderes mal probiert.

Barack Obama spricht spanisch und wollte während seiner Zeit in Harvard eigentlich ganz gerne in einem Pinup Kalender für Schwarze abgelichtet werden. Das ist dann nichts geworden. Die Jury bestand nur aus Frauen und die wollten ihn in dem Kalender nicht haben. Das ist wahrscheinlich auch besser so. Das hätte vermutlich die Wahl von Barack Obama etwas schwieriger gemacht.

Er raucht, dafür trinkt er keinen Kaffee und so gut wie nie Alkohol und der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten weiß sehr wohl, wie es ist stoned zu sein, denn nen Joint hat er schon auch mal probiert.

Jetzt ist er ja erstmal wieder Privatmann. Ein paar Tage Urlaub hat er sich und Michelle und seiner Familie verordnet. Nach acht Jahren Weißes Haus muss das unglaublich sein, wenn man zum ersten Mal so komplett wieder auf sich allein gestellt ist. Kann man da eigentlich überhaupt noch Auto fahren? Genießt man auch als Ex-Präsident noch den Schutz des Secret Service? Ich weiß, dass Ex-Präsidenten immer noch weiter gebrieft werden. Das heißt, wenn einmal in diesem Club ist, ist man danach intim vertraut mit allem, was in den USA passiert oder kann es sein, wenn es ihn denn interessiert.

So oder so, ich werde Barack jedenfalls vermissen. Und ich glaube beim Lesen der Nachrichten, darüber was Trump denn jetzt schon wieder für Ideen hatte, geht’s vermutlich auch nicht nur mir so.

Bis bald.

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