457 khz Lawinenverschüttetensuchgerät

Themenpate: @Nicht_Sicher_

Wer im Tiefschnee oder abseits von Pisten Wintersport betreibt, der braucht zwingend ein Lawinensuchgerät um im Ernstfall innerhalb von 15 Minuten gefunden zu werden. Die senden auf der international genormten Frequenz 457 khz.

Bild: Von Herzi Pinki – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5979669

 

 

#457 – 457 KHZ Lawinenverschüttetensuchgerät

Der Hörer @Nicht_Sicher hat uns vorgeschlagen, über Lawinensuchgeräte zu sprechen – wobei, das sind natürlich keine Lawinensuchgeräte, sondern Lawinenverschüttetensuchgeräte. Die kommen dann zum Einsatz, wenn man die Lawine selbst schon gefunden hat. Diese Lawinenverschüttetensuchgeräte habe eine Besonderheit, – die haben eine ganze Reihe von Besonderheiten – nämlich die Frequenz auf der sie senden. Das sind nämlich 457 KHZ und das ist eine international genormte Frequenz. Alle Lawinensuchgeräte senden und empfangen auf dieser Frequenz. Damit kann man natürlich im Ernstfall viel schneller suchen, orten und finden. Da zählt dann jede Minute, man kann also nicht erst einmal versuchen irgendwie die richtige Frequenz anzupeilen. 90% aller Verschütteten überleben, wenn sie innerhalb der ersten viertel Stunde gefunden werden und danach geht es rapide bergab.

Jetzt kostet so ein Lawinensuchgerät natürlich Geld, zwischen 100 und 400 €. Das ist jetzt nicht ein unerheblicher Kostenpunkt, ich meine, wenn man schon soviel Geld für das coole Snowboard und die Hippe Ausrüstung und die Schuhe und die Bindung und die Klamotte hingelegt hat, dann noch ein paar 100 € für das eigene Überleben auszugeben, besonders wenn man selbst noch nie in einer Lawine steckte.

Es deuten also alle Zeichen darauf hin, dass man selbst viel zu intelligent ist, um so einen Unfall zu produzieren und damit ist auch so ein Lawinensuchgerät eigentlich eine völlig unnötige Ausgabe. So oder so ähnlich stelle ich mir vor, was sich Leute dabei denken, wenn sie auf das Lawinensuchgerät komplett verzichten und stattdessen eine Smartphone App installieren. Die gibt es natürlich auch, es gibt für alles eine Smartphone App heutzutage. So ein Smartphone hat man auch immer dabei, das ist schon automatisch ein Lawinensuchgerät oder?

Dumm nur, dass solche Smartphones eben nicht auf den 457 KHZ senden und auch wesentlich schwächer senden, als so ein Lawinensuchgerät. WiFi, Bluetooth und die ganz normalen Mobilfunkfrequenzen werden außerdem noch von Schnee massiv gedämpft. Es gibt eben einen Grund, warum 457 KHZ gerade die bevorzugte Frequenz ist, die kommen nämlich ganz hervorragend durch Schnee durch. Also bitte, ohne Flax, ganz ernsthaft: Ja, es gibt Apps, die sind sinnvoll auf dem Telefon, zum Beispiel die täglichen Lawinenmeldungen, die sollte man nämlich gut studieren bevor man sich auf dem Weg macht. Dann vielleicht noch die App, zur Turmplanung, die es auch gibt, die lassen sich auch super verwenden. Dann nimmt man seine Notfallausrüstung und macht sich zusammen mit jemand anders auf den Weg. Man sollte besonders im Gelände nie alleine unterwegs sein. Zu dieser Notfallausrüstung gehört selbstverständlich ein handelsübliches modernes Lawinenverschüttetensuchgerät, das auf 457 KHZ Frequenz sendet.

Bis bald.

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