Der erste Serienporsche – Porsche 356 Speedster


Themenpate: @FryZeit

Auch Porsche hat mal angefangen. Das erste Serienfahrzeug ist eine Ikone und bekannt als Porsche 356.

Bild: Von © Ra Boe / Wikipedia – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10619346

 

 

#356 – Der erste Serienporsche – Porsche 356 Speedster

Der Kenner hat’s sofort gehört. Das war ein Porsche. Und zwar der erste Porsche, der überhaupt jemals in Serie gefertigt wurde – der Porsche 356. Und weil wir es hier mit Motorsport und Autobanausen zu tun haben, will ich Dir auch den Kommentar meines jüngsten Sohns nicht vorenthalten, als ich genau den Ton abgespielt habe. Der hat mich nämlich gefragt, ob’s in Folge 356 über Rasenmähermotoren gehen würde.

Rasenmähermotoren!! RASENMÄHER!

Das schreit nach einer Wiederholung des Motorentons.

[Motorengeräusch im Hintergrund] Naja, ein bisschen rasenmäherig ist er ja schon irgendwie oder? Und dann fährt er weg; der Gang war drin und hier kommt er wieder…

In voller Fahrt klingt er irgendwie nicht so ganz wie ein Rasenmäher Bulldog, aber so beim Anlassen. Und fieserweise muss man sagen: Auf der Webseite des Porschezentrums in Frankfurt, da schmeichelt der abgespeicherte Motorenton dem Porsche dem 356 so gar nicht. D-d-d-d-d-ödö-ödö-ödö-brrrd-d-d-d-d-d-d – naja, also ich höre ein bisschen Rasenmäher Bulldog raus.

Aber fairerweise muss man auch sagen: Der Porsche 356 wurde praktisch in Handarbeit gefertigt. Auch wenn der in Serie entstand, war es trotzdem die Arbeit von ganz vielen einzelnen Fachleuten, die dann zum Schluss dieses Schmuckstück produziert haben. Und ein Schmuckstück war er allemal. Der sieht aus wie der klassische Sportwagen eben gerade mal aussehen kann und ist sowohl was die Karosserie, als auch was das generelle Fahrverhalten angeht, eine Ikone.

Was ist denn jetzt so besonders am 356er? Wie schon erwähnt: Es war der allererste Serienporsche, der produziert wurde. Die ersten 50 Wägen wurden noch komplett in Handarbeit gebaut. Also nix da mit Serie und Maschine und so. Und der Produktionsstandort war damals Gmünd in Kernten. Das Design vom allerersten Serienporsche stammt von demselben Mann, der auch schon den VW Käfer gestaltet hatte und hat auch von VW sonst so einiges an Teilen geerbt: Getriebe, Bremsen, Vorder-, Hinterachsfederung, Lenkung – all das war eigentlich VW-Material. Trotzdem hat Porsche immernoch eins drauf gesetzt und das Grundmaterial für seine Sportwägen nochmal erweitert, angepasst, weiter entwickelt.

So war zwar der Motor immer bei Porsche auch bei VW-Motoren aufgebaut, aber eben dann speziell weiterentwickelt. Der Porsche 356 wurde mit einem Heckantrieb gebaut. Vier Zylinder hatte der und je nachdem welche Modellvariante man hatte, konnte so ein Porsche bis zu 185 PS leisten.

Das Urmodell hatte vorne eine geteilte Frontscheibe und eine durchgehende Sitzbank für den Fahrer und den Beifahrer. Einzelne Sitze waren als Sonderzubehör erhältlich. Gebaut wurde der von 1948 bis 1955, wobei die ersten wirklichen Serienproduktionen ab 1950 vom Band liefen.

Es gab aber dann noch insgesamt drei weitere Modelle: 356 A, B und C. Die wurden bis ins Jahr 1965 produziert. Das C-Modell wurde von 1963 bis 1965 gebaut und konkurrierte anfangs mit einem anderen ikonischen Porsche – dem Porsche 911. Inzwischen wird ja der Porsche 356 schon lange nicht mehr gebaut. Das heißt aber nicht, dass man den nicht kaufen kann und zwar auch nigel-nagel-neu. Denn es gibt eine ganze Reihe von Herstellern, die Replika produzieren. Zum Beispiel gibt es die deutsche Firma Apal, die unter dem Namen Apal Speedster eine haarkleine Kopie im Angebot hat. Manche Nachbauten haben dann zum Beispiel Glasfaserkarossen oder andere Motoren.

Da gibt es also durchaus Unterschiede, aber es gibt auch Hersteller, die sind stolz darauf, möglichst originalgetreu zu bleiben. So fertigt zum Beispiel die Firma Replicar Hellas die auch im Detail dem Original sehr, sehr nahe kommen, aber dabei natürlich aufwendiger und hochwertiger produziert sind.

Ja und die bauen dann meistens einen VW Käfer Motor ein. Der ist einfach ähnlich genug und klingt dann irgendwie auch so ein bisschen wie ein Rasenmäher Bulldog. Ich weiß, ich bin ne Banause.

Ich hoffe unser Themenpate von heute, der Twitternutzer @FryZeit verzeit’s mir. Ich bin ihm jedenfalls dankbar für diesen schönen Themenanker.

Bis bald.

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