168 Film Festival


Kurzfilme gibt es viele, Film Festivals auch. Das 168 Film Festival hat aber ein besonderes Konzept: Zufällig zugewiesener Bibelvers als Inspiration und 168 Stunden (7 Tage) Zeit um einen 11 Minuten Film zu produzieren…

https://www.168film.com/
https://en.wikipedia.org/wiki/168_Film_Project

Winner “Best Movie” in 2011:

 

 

#168 Film Festival

Film Festivals gibt es ja viele, aber eines hat ganz besonders zur heutigen Folge 168 gepasst. Das heißt nämlich 168 Film. Und es handelt sich um ein christliches Film Festival. Gegründet im Jahr 2003 sollte es in diesem Filmprojekt eben darum gehen, sowohl Schreibern als auch Filmemachern einen Einstieg in die Zunft zu gewähren und das anhand von Bibelzitaten. Das ist der christliche Teil an dem Ganzen.

Das Prinzip funktioniert wie folgt: Teilnehmer ziehen einen zufällig ausgewählten Bibelvers und haben dann 168 Stunden – daher der Name – insgesamt also 7 Tage Zeit, diesen Film zu produzieren, zu editieren und einen Kurzfilm daraus zu machen. Es gibt auch ein Segment, in dem es hauptsächlich um Drehbücher geht und da haben dann Autoren Zeit, ein 12-seitiges Skript in 168 Stunden zu schaffen.

Und das ist wirklich nicht viel Zeit. Zum Vergleich: Es wird behauptet, dass die Duschszene in Psycho – ja, die mit dem quieckenden Filmton und dem großen Fleischermesser – diese Szene allein hat Alfred Hitchcock seinerzeit 7 Tage Drehzeit gekostet.

In dem 168 Film Festival sollen diese 168 Stunden auch dafür sorgen, dass es den notwendigen Druck gibt; dass es auf jeden Fall abgeschlossene Projekte werden und dass es interessante neue Möglichkeiten sind, die dabei entstehen, um menschliches Drama – the human condition, wie es immer so schön heißt – mit Bezug zu dem eben zugewiesenen Bibelvers zu zeigen.

Das Ganze funktioniert online und teilnehmen darf jeder. Es kostet eine Gebühr sich zu registrieren und sobald man den Bibelvers zugeteilt bekommen hat, kann es losgehen. 10 Tage hat man Zeit, sich ein Drehbuch zurechtzulegen und dann eben 7 Tage um den eigentlichen Film zu realisieren und das Ergebnis wird dann hochgeladen. Der Film selbst ist dann auch eher kompakt. Er darf die 11-Minuten-Grenze nicht überschreiten und wird dann von Hollywood-Profis gesehen und bewertet.

Die Besten der Einsendungen werden dann auch in einem eigenen Event vorgeführt, sodass sich das Publikum selber ein Bild machen kann. Über 2.000 Menschen nehmen jedes Jahr am 168 Film Festival teil und können dann in verschiedenen Kategorien Preise gewinnen. Nachdem das Ganze ja ein christliches Film Festival ist, geht es letztlich natürlich darum, das Wort Gottes zu verbreiten. Deswegen gibt es auch den sogenannten Evangelista Award für ganz besonders gut zu diesem Zweck geeignete Filme.

Auf der Webseite des Festivals kann man natürlich die Einsendungen und die Preisträger sich jeweils nicht anschauen, sondern bestellen oder man sucht auf YouTube und findet einige Beispiele und manche von diesen Beispielen sind wirklich erstaunlich. Gelegentlich erstaunlich schlecht, aber oft auch erstaunlich gut und unterhaltsam oder auch mal aufrüttelnd. Es sind einfach Teams aus ganz unterschiedlichen Zusammensetzungen und oft eben auch Profis am Werk.

Bis bald.

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