428 Athleten

Themenpate: @adamosbach

Zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio traten 428 Deutsche Athleten an.

Bild: Pixabay, CC0, https://pixabay.com/en/olympia-rio-2016-sport-1542700/

 

 

#428 – Athleten

Es klingt schon ziemlich abgedroschen, wenn man Olympia als ein globales Event bezeichnet. Trotzdem – ein Blick auf die Statistik und man kann nicht mehr anders. Die Eröffnungszeremonie wurde 2016 von 350 Millionen Menschen live verfolgt. Noch beeindruckender ist, wie viele Menschen in irgendeiner Form mit olympiazentrischen Medien interagiert haben, also zum Beispiel durch einen “Like” oder “Share” auf Facebook, durch eine Weitergabe eines Artikels oder einen Kommentar oder ähnliches. Da reden wir von 3,7  Milliarden Menschen. Das ist ziemlich genau die Hälfte der Weltbevölkerung, die sich mit Olympia beschäftigt hat. Ich ehmmm…., ich, ich war da in der anderen Hälfte. Ich bin bekennender Sportevent-Ignorant.

Jedenfalls war Rio ein kontrovers diskutiertes Ziel für die Olympischen Spiele. Die brasilianische Regierung hatte mit Instabilität zu kämpfen, es gab Bedenken um die Gesundheitsversorgung, um Smog und Umweltverschmutzung, der Zika-Virus grassierte gerade und rund um Russland tobte ein Dopingskandal.

Interessant war auch als Ergebnis der Schwerpunkt, den Rio 2016 setzte. Es wurde nämlich ein Fokus auf Umwelt gesetzt. Grüne Spiele für einen blauen Planeten sollten es sein. Viele kleine und große Entscheidungen versuchten das dann zu unterstützen. Zum Beispiel wurde die olympische Flamme kleiner. Neue Stadien, neue Infrastruktur, all das wurde daraufhin optimiert, möglichst erneuerbar, umweltfreundlich und recycelbar zu sein.

Auch Politik spielte natürlich eine Rolle. Die europäische Flüchtlingskrise war so richtig auf ihrem Höhepunkt. Deswegen machte sich das Olympische Komitee auch Gedanken darüber, wie Flüchtlinge an den Olympischen Spielen teilnehmen können. Es wurde ein spezieller Landesstatus eingeführt. Denn Flüchtlinge können nicht offiziell für ihr Land antreten. Seit 2016 ist es deswegen möglich, sozusagen unter der Flagge der Olympischen Spiele anzutreten. 43 Athleten bewarben sich um so einen Platz und 10 wurden dann ausgewählt, ein Team zu formen.

Überhaupt waren auch Länder komplett ausgeschlossen, Kuwait zum Beispiel. Da es aber trotzdem kuwaitische Athleten gab, galt eine ähnliche Regel, wie bei den Flüchtlingen. Man konnte unter der olympischen Flagge antreten und sozusagen neutral um eine Medaille kämpfen. Zehn Flüchtlinge und ein Paar Kuwaitis – das ist natürlich nichts.

Insgesamt traten rund 10.500 Athleten, aus 206 Ländern, in 306 Veranstaltungen gegeneinander an.

Die Olympischen Spiele in Rio waren gleichzeitig seit 112 Jahren die ersten Spiele, in denen auch offiziell wieder Golf gespielt wurde. Die jüngsten Olympiaathleten waren gerade einmal 16 Jahre alt.

So viele Athleten wollen natürlich auch gut durchgefüttert werden. Die Infrastruktur musste es hergeben, 60.000 Mahlzeiten für die Athleten bereitzustellen. Da reden wir noch nicht von den Besuchern. Gut abgesichert war das Event auch: 85.000 Soldaten und Polizisten waren während der Spiele dauernd im Einsatz. Die Spiele selber, die waren natürlich auch sportlich riesen Erfolge. Es gab verschiedene Rekorde  zu vermelden und einige Superlativen. So waren zum Beispiel die USA stolz auf ihre tausendste Goldmedaille. Zum Abschluss der Spiele hatten sie dann sogar 1.022. Damit sind die USA auch einsame Spitzenreiter. Auf Platz zwei die Sowjetunion, die mit 395 Goldmedaillen über die gesamte Laufzeit der Olympischen Spiele, etwas mehr als ein Drittel der Menge, zusammenbringen. Auf Platz 3 ist dann Großbritannien,4 China, 5 Frankreich, 6 Italien und 7 Deutschland. Alle diese Infos, die verdanken wir @adamosbach, der vorgeschlagen hat, darüber zu sprechen, dass in Rio 428 deutsche Athleten mit am Start waren.

Bis bald.

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