PCGG – Die erste Radiosendung der Welt (796)

Themenpate: @mespotineshows

Radio fing in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts an und der erste kommerziell sendende Radiomacher wäre nach heutigem Maßstab ein Hacker, Maker und Podcaster…

Bild: Door Romaine – Eigen werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52136286

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2 Comments

  1. Wieder eine Sendung, von der ich etwas lernen konnte. Herzlichen Dank dafür. Ich habe mir jetzt einige Episoden durchgehört und mag Dein Konzept, täglich kompakte Informationshäppchen zu unterschiedlichen Themen zu bieten. Ganz davon abgesehen finde ich es beeindruckend, dass Du überhaupt so viele Themen zusammenbekommst. Viele andere Podcaster schwitzen Blut und Wasser, um auch nur wöchentlich eine Sendung zu schaffen. Das scheint also alles Andere als trivial zu sein.

    In einem Punkt dieser Episode kann ich Deinen Enthusiasmus leider nicht teilen: Ich sehe überhaupt nicht das Versprechen der großen Freiheit im Podcasten. Wir erleben schon seit Jahren, wie der Gesetzgeber alles bekämpft, was den Anschein freier Kommunikation hat. Sobald – gerade im WWW – irgendetwas zu groß wird, das Leute einfach so frei daherreden lässt, kommt irgendein ganz Schlauer an, greift sich einen Extremfall heraus, in dem jemand diese Freiheit missbraucht hat, die klassischen Analogmedien greifen begierig den vermeintlichen Skandal auf (immerhin scheint sie das Internet in ihrer Existenz zu bedrohen, außerdem ist es neu, und neu ist sowieso böse), und wenige Wochen später haben wir ein Gesetz, das die neue Freiheit totreguliert. Ausreden gibt es reichlich: Extremistische Inhalte, strafrechtlich relevante Äußerungen, Urheberrechtsverletzungen, und wenn nun wirklich gar nichts davon greift, konstruiert man was mit Terrorismus. Selbst Podcaster brauchen unter Umständen (zumindest bei Livestreams) eine Sendelizenz, und spätestens, wenn der liebevoll gepflegte Nischenpodcast etwas Reichweite entwickelt, gucken die Leute nach, ob mit der Bannerwerbung auf der Seite ein Geschäftsmodell verbunden ist, für das ein Gewerbe angemeldet werden muss oder Steuern fällig sind. Spätestens, wenn Audiodateien automatisiert durchsuchbar sind, werden auch Abmahnanwälte ihren Geschmack an Podcasts entdecken. Bereits jetzt dürften sie zumindest stichprobenweise prüfen, ob urheberrechtlich relevantes Material verwendet wird. Die Freiheit, von der Du hier sprichst, mag noch für relativ kleine Podcasts herrschen, aber ich bin mir sicher: Erreicht Podcasten erst einmal die Popularität von Text- oder Videoblogs, werden die verschiedenen Regierungen alles daransetzen, diese Freiheit zu beenden.

    1. Hi Melanie,
      vielen Dank für Deinen Kommentar, es freut mich riesig, dass Dir mein Podcast gefällt!

      Es stimmt natürlich, dass gerade freie Medien immer auch umkämpft und von Einschränkung bedroht sind. Trotzdem hat uns selbst das regulierte Internet bisher Freiheiten gebracht, die davor so nicht denkbar waren. Wann hatten wir denn schon einmal die Situation, dass ein Anfang 20-jähriger mit einem Video eine landesweite Kontroverse und eine Wahl beeinflussen konnte? Wann war es schon mal so, dass jeder Zugang zu den Möglichkeiten der Massenkommunikation hatte? Ich teile also Deinen Pessimismus auch jetzt nicht, wir haben auf jeden Fall mehr Möglichkeiten als unsere Eltern und das wird sich auch nicht komplett zurückdrehen lassen…

      Liebe Grüße,
      Dirk

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