U 434


Themenpate: JeLuf

Das russische Aufklärungsuboot B515 liegt in Hamburg, trägt den Namen U434 und ist für Besucher geöffnet…

  • https://de.wikipedia.org/wiki/U-434
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Projekt_641B_Som
  • http://www.u-434.de/u-434_webcam.php
  • https://de.wikipedia.org/wiki/U_434
  • http://www.focus.de/politik/videos/technikuniversum-die-modernsten-fuenf-u-boote-der-welt-auf-einen-blick_id_4224726.html

Bild: By Holger.Ellgaard – Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10527454

 

 

#434 – U-434

Der heutige Themenpate ist @JeLuf und JeLuf möchte über U-Boote sprechen. Über ein spezielles U-Boot – genau genommen, U-434, das man in Hamburg als Museum besichtigen kann.

Dabei handelte es sich eigentlich nicht um U-434, sondern wir sprechen von dem russischen Spionage- und Aufklärungsuboot Б-515. Das sind ganz schöne Dinger: 92 Meter Länge, 8,5 Meter Breite und 3.600 Tonnen Wasserverdrängung. Nach NATO Bezeichnung ist es ein U-Boot der Tango-Klasse. Die wurden von den Russen hauptsächlich in den 70er und 80er Jahren gebaut und verwendet.

Das Boot, das in Hamburg vor Anker liegt, wurde 1976 zu Wasser gelassen und war dann hauptsächlich zwischen 1980 und 1984 als Patrouillenboot im Mittelmeer unterwegs. 1985 besuchte es auch einmal Havanna und 2001 wurde es außer Dienst gestellt. 2002 hatte es ein deutscher Unternehmer gekauft und als Museumsschiff U-434 nach Hamburg schleppen lassen.

Aus Gründen, die ich nicht herausfinden konnte, war es nämlich verboten, dieses Boot aus eigener Kraft die Strecke fahren zu lassen, obwohl es das wahrscheinlich – am Anfang zumindest – noch konnte. Das änderte sich allerdings, als irgendwann, unterwegs, die Russen den Transport noch einmal unterbrachen, um einige Umbauten und Ausbauten vorzunehmen. So manches wurde noch in letzter Minute entfernt und vermutlich war das ein oder andere vielleicht auch wichtig, um mit dem Schiff noch gut navigieren zu können. Spätestens seitdem in Hamburg zwei Löcher in den Rumpf gesägt wurde, um Besuchern den Zugang zu ermöglichen, war es dann auch vorbei mit der Tiefseetauglichkeit.

Unklar ist auch, warum das Boot umbenannt wurde von Б-515 zu U-434, weil es nämlich auch ein deutsches U-Boot mit der Bezeichnung U-434 gegeben hat. Das Original U-434 war ein U-Boot, der deutschen Kriegsmarine und im Zweiten Weltkrieg im Einsatz. Es wurde 1941 bei seiner ersten und letzten freien Fahrt zerstört. Die beiden Boote haben also eigentlich überhaupt nichts miteinander zu tun.

Bis bald.

1 comment for “U 434

  1. Mai 4, 2017 at 3:04 pm

    Ein Besuch dieses Museums lohnt sich wirklich – hab ich vor 2-3 Jahren auch mal bei einem Hamburg-Aufenthalt mitgenommen.

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