188 US-Dollar


188$ ist der Betrag der sich ergibt sobald wir jede Dollarnote genau einmal haben… Aber der Dollar hat noch mehr interessante Eigenarten über die es sich zu sprechen lohnt…

https://de.m.wikipedia.org/wiki/US-Dollar
https://de.wikipedia.org/wiki/Auge_der_Vorsehung

Bild: Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=494453

 

 

#188 – 188 US-Dollar

Wenn man vom US-Dollar jede verfügbare Geldscheingröße genau einmal in seinem Geldbeutel hat, dann hat man 188 Dollar und mehr Anlass brauche ich gar nicht für meinen Anerzählt Podcast, um heute über den US-Dollar zu reden – so einfach ist das.

Und der US-Dollar ist eine Währung voller Missverständnisse. Das erste Missverständnis zum Beispiel ist, dass der US-Dollar nur in den USA gilt. Und da meine ich jetzt nicht, dass es natürlich in anderen Regionen, zum Beispiel in Kanada, auch noch Dollar gibt, nämlich die Kanadischen Dollar, nein – ich meine den US-Dollar, die offizielle Währung der Vereinigten Staaten. Der gilt nämlich auch noch Bonaire – wo immer das ist -, auf den Britischen Jungferninsel, in Ecuador, in El Salvador, in Liberia, auf den Marshallinseln, in Mikronesien, in Osttimor, in Kambodscha, Palau, Panama, Saba, Simbabwe, Sint Eustatius und auf den Turks- und Caicosinseln. Das sind also eine ganze Menge Ländereien, die nicht zu den USA gehören und trotzdem fest in US-Dollar-Hand sind.

Auf den einzelnen Dollarnoten jedenfalls sind typischerweise Präsidenten, ehemalige Präsidenten aufgedruckt. Auf der 1-Dollarnote ist es George Washington. Auf der 2-Dollarnote – jawoll, die gibt es auch -, ist es Thomas Jefferson. Bei den 5 Dollar ist das Konterfei von Abraham Lincoln abgedruckt. Wir haben Alexander Hamilton auf der 10-Dollarnote; Andrew Jackson auf der 20-Dollarnote. 50 Dollar wird geziehrt von Ulysses Grant. Dann hätten wir noch Benjamin Franklin auf dem 100 Dollarschein und da endet es.

Es gab aber bis 1945 noch eine ganze Reihe weiterer Größen. Und zwar gab es einen 500 Dollarschein, einen 1.000 Dollarschein, es gab sogar einen 5.000 und einen 10.000 Dollarschein. Und vollkommen den Vogel abschießen tut meiner Meinung nach der 100.000 Dollarschein, auf dem Woodrow Wilson abgedruckt war. Er ist nicht im Umlauf. Wäre aber trotzdem ein legales Zahlungsmittel.

Wie gesagt: All diese Dollarnoten, die jenseits der 100 Dollar liegen, werden heutzutage nicht mehr gedruckt und auch nicht mehr ausgegeben, aber die sind immer noch legales Zahlungsmittel, wenn man denn so dumm ist, damit zu bezahlen. Denn der Sammlerwert dieser Noten ist inzwischen weit höher als der eigentliche Nennwert.

Wenn man nun so einen Dollarschein in die Hand nimmt, dann kann man verschiedene Dinge darauf erkennen: Einmal – das haben wir schon erwähnt – Konterfei des Präsidenten. Auf der Rückseite ist dieses große berühmte Siegel mit dieser Pyramide und dem strahlenden Auge drüber, was natürlich eine Menge Symbolwert trägt und auch Gegenstand von dutzenden Verschwörungs- und mystischen Theorien ist.

Auch auf jedem Dollarschein findet man natürlich die Seriennummer und die besteht aus zwei Buchstaben und dann acht Zahlen, gefolgt von einem weiteren Buchstaben. Der erste Buchstabe gibt an, aus welcher Serie die Banknote stammt. Jedes Mal wenn eine neue Serie aufgelegt wird und das findet ungefähr alle zwei Jahre statt, wird ein neuer Buchstabe genommen. Der zweite Buchstabe zeigt dann von welcher Bank der Schein in Auftrag gegeben wurde. Da ist A für Boston, B New York, Philadelphia, Cleveland, Richmond in Virginia, Atlanta, Chicago, St. Louis, Minneapolis, Kansas City, Dallas und San Francisco. Wir haben also die Buchstaben von A-L. Ja und der hintere Buchstabe ist so eine Art Überlaufschutz. Der zählt immer eins weiter, wenn die acht Ziffern überlaufen würden. Wenn wir also wieder bei der 00000001 anfangen muss, dann wird auch der Buchstabe eins weiter gerechnet.

Der US-Dollar gehört zu den meist gefälschten Währungen der Welt. Das hat ganz viele verschiedene Gründe. Das eine ist natürlich, dass der US-Dollar in relativ kleinen Stückelungen schon zu haben ist. Also 1 Dollar-, 2 Dollar- und 5 Dollarnoten machen es relativ einfach, auch kleine Zahlungen mit Geldscheinen zu leisten. Das zweite ist: Der US-Dollar ist auch noch in den eher älteren Varianten vollwertiges Zahlungsmittel. Das heißt, wenn ich mit einem uralten Geldschein irgendwo bezahlen will, kann ich das tun. Es wurde ja niemals ein komplettes Remake ausgerollt. Es gibt nur verschiedene unterschiedlich alte Serien mit dann unterschiedlichen Sicherheitsfeatures, wobei das wirklich überschaubar wenige sind und das finde ich ganz interessant.

In meinem vorherigen Leben habe ich mal in einem kaufmännischen Beruf gearbeitet und durfte mal eine Fälschungsschulung über mich ergehen lassen. Da wurde mir beigebracht, wie man denn Fälschungen erkennt und wie denn eigentlich die Euronoten im Vergleich zu anderen Währungen zu sehen sind. Und dabei habe ich gelernt, dass in Deutschland die höchstmöglichen Sicherheits- und technologischen Standards herrschen, was das Drucken von Währung angehen. Selbst der Euro kann in unterschiedlichen – sagen wir mal – Güteklassen produziert werden. Da gibt es “nice to have” und “must have” – Features, die auf die Banknoten aufgebracht werden müssen und selbst der minderwertigste Eurodruck ist immer noch mit wesentlich mehr Sicherheitsfunktionen ausgestattet, als eine durchschnittliche Dollarnote.

So Dinge wie Hologramm, durchsichtige Teile des Geldscheins, eingewebte Metallstreifen usw. waren bei Dollars bisher nur sehr schwer einzuführen. Das hatte zum Teil technische Gründe, es hat aber auch zum Teil Akzeptanzgründe. Der Amerikaner liebt einfach seinen Dollar. Deswegen gibt er ihm auch alle möglichen Spitznamen: Also zum Beispiel nennt er seinen Dollar gerne “Buck”, “ten Bucks” sind 10 Dollar. 100 Dollars werden “large” genannt – “one large”, “two large” und 1.000 Dollar werden häufig als “grant” bezeichnet – “one grant”, “two grants”, “three grants”. Und diese Spitznameritis, die setzt sich fort, also auch bei den kleinen Münzen usw. Da gibt es den “Dime” oder den “Quarter”, also Münzen in verschiedenen Größen mit eigenen Namen.

Und vielleicht zum Abschluss nochmal kurz zu dem mysteriösen Zeichen, das es auf jedem Dollarschein gibt: Es gibt insgesamt zwei Siegel, die auf den Dollar gedruckt sind. Die offiziellen Dienstsiegel und Hoheitszeichen der Vereinigten Staaten von Amerika. Da haben wir nämlich einmal den Weißkopf-Seeadler, so eine Art Wappentier der USA und dann eben die Pyramide ohne Spitze, über der das Auge der Vorsehung schwebt. Da ist zunächst mal nichts Mysteriöses dran. Beide Zeichen sind schlicht Siegel und die wurden 1782 offiziell als Wappen eingeführt und in offiziellen Dokumenten seither verwendet.

Aber es ist natürlich diese Pyramide mit diesem allsehenden Auge, das die Fantasie anstachelt. Das ist ein ziemlich altes Symbol, auch in verschiedenen Kulturkreisen und Religionen gebräuchlich und wird oft als Gottesauge bezeichnet. Es soll im Prinzip das allsehende Auge Gottes darstellen, das über den Menschen wacht und auch eben über Unheil informiert ist.

Ja, und weil das allsehende Auge nicht nur eben in antiken Kulturen, sondern natürlich auch im Christentum und damit auch irgendwann im Freimaurertum Verwendung fand, kann man seine Spur bis zu den Illuminaten und dann irgendwann eben auch in verschiedene Künstlerkreise verfolgen und das sorgt natürlich dafür, dass die Verwendung speziell dieses Auges in diesem Symbol, eine ganz besondere Wirkung auf die Fantasie vieler Verschwörungstheoretiker ausübt. Vielleicht werden ja die Geschicke der Welt doch alle von den Illuminaten gelenkt.

Falls Du zufällig Mitglied im Illuminatenorden bist und uns da aufklären möchtest, hinterlass doch mal einen Kommentar im Blog oder einen Audiokommentar, den man an den Podcast hängen kann. Das würde mich echt mal interessieren. Ich vermute allerdings: Ich habe keine Illuminaten in der Hörerzahl und deswegen werden wir es wahrscheinlich hier und jetzt nicht so richtig aufklären können.

Damit habe ich jetzt einen Bogen geschlagen von der Zahl 188 über Währungen bis hin zu den Illuminaten – ich bin zufrieden mit mir und wünsche Dir noch einen schönen Tag!

Bis bald.

2 comments for “188 US-Dollar

  1. minto
    Mai 11, 2016 at 9:37 am

    gibt es seit heute keinen download button mehr?! Oo
    oder bin ich zu doof?
    ich bin mir sicher vor kurzem noch eine downloadoption gesehen zu haben..

    • Dirk
      Mai 11, 2016 at 9:58 am

      Sollte jetzt behoben sein…

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